Thema: Die Schlacht um den Ostwall
Diskutiere im Der Dorfkrug Forum über Die Schlacht um den Ostwall. meisterleistung!... ehrlich... es ist find ich besser als die wacraft/wow bücher. Ich meine deins ist jetzt kurz gefasst das spannendes auf spannendes folgt und du musstest es nicht lang ziehen... aber es ist nahezu perfekt^^ keine ahnung ob du diese geschichte weiterschreiben wirst aber falls ...
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Alt 13.10.2010, 01:17   #11
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

meisterleistung!... ehrlich... es ist find ich besser als die wacraft/wow bücher. Ich meine deins ist
jetzt kurz gefasst das spannendes auf spannendes folgt und du musstest es nicht lang ziehen... aber es ist nahezu perfekt^^ keine ahnung ob du diese geschichte weiterschreiben wirst aber falls ;D dann ja mach sie genauso gut weiter und ich freu mich drauf ;D

MfG Palablut^^
Palablut ist offline  
Alt 13.10.2010, 01:17  
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AW: AW: Die Schlacht um den Ostwall

Hast du schon im Lösungsbuch nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja weiter...
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Alt 13.10.2010, 13:15   #12
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Biiiitte weiter schreiben!!

Ich finde die Geschichte sehr packend und spannend erzählt. Du musst einfach weiter schreiben!
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Alt 13.10.2010, 21:43   #13
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

danke euch :)

aber jz muss ich mir erstmal wieder was einfallen lassen..^^

Vehcra
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Alt 20.10.2010, 20:16   #14
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

neues Kapitel fertig! :)



4.

Die Streitmacht der Horde hatte sich unter den Himmeln Tirisfals versammelt.

Die grauen Wolken hatten sich verdunkelt, es begann wieder stärker zu regnen. Der Boden bestand nur noch aus Matsch und Pfützen, festen Grund fand man nur noch auf den Straßen.
Die Nässe des Regens sog alle Gerüche in sich auf, es roch nach Schlamm, nassem Wald und Moder.
Zwischen den Reihen der Kämpfer lag ein beissender Geruch, ja beinahe ein Gestank, nach verschiedenen Giften und Kräutern, Mundgeruch, Verwesung, Rotz und Schweiß.
Einige wenige, mit wirklich gut ausgeprägtem Geruchssinn, konnten jedoch trotz des Gestanks,der wie ein Nebel zwischen den Verteidigern der Horde hing, einen andern Geruch ausmachen.
Dieser Geruch ließ sie erschaudern.

Der schwache Wind wehte etwas von den Pestländern herüber. Es war aber nicht der Geruch von toter Landschaft, der normalerweise
in den Pestländern hing, es war anderes.
Falls es möglich wäre, diesen Geruch mit einer Eigenschaft zu beschreiben , dann würde man ihn wohl so beschreiben: er war böse. Durch und Durch böse. Es war ein Hauch des Todes.

Dieser Geruch hatte etwas zutiefst grausames, und so mancher stolze Krieger hätte wohl voller Furcht seine Waffen fallengelasen und hätte gebetet.

Es war kalt.

Die letzten Bogenschützen und Magier suchten noch eine gute Angriffsposition. Einige Krieger in den ersten Reihen rückten Ihre Rüstungen zurecht.

Es lag eine Stille in der Luft, die Ruhe vor dem Sturm, nur unterbrochen durch das unerbittliche Prasseln des Regens.
Die Reihen der Horde waren bunt durchmischt, alle Völker standen loyal Seite an Seite. Orks neben Untoten neben Blutelfen neben Trollen, fest entschlossen, bis zum bitteren Ende zu kämpfen.

Beneathas stand inmitten der zweiten Reihe, vor ihm die erste Reihe mit den mächtigsten Trollen und Orks, angeführt von Batos Blutklinge. An der Grenze zu den Pestländern standen die Krieger in knöcheltiefem Matsch, der Regen ronn ihnen von den Helmen, prasselte auf ihre Rüstungen, durchweichte ihre Lederkleidung.

"Seht!" schrie es aus der Leere vor den Reihen der Horde. Die verstohlenen Schurken hatten etwas gesichtet. Tausenden Augenpaare starrten angestrengt in die Nebelschwaden, die undurchsichtig wie eine Wand die Pestländer verdeckte.

Wenn man genau hinsah, konnte man erkennen, dass seltsamer, leicht färbiger Rauch aus den dicken Nebelschwaden kam. Er war leicht grünlich und stank bestialisch.

"Das sind giftige Ausdünstungen der Monströsitäten! Bedeckt eure Gesichter!"brüllte Batos.
Sofort umschlugen die Kämpfer ihre Gesichter mit Lappen oder Fetzen ihrer Gewänder, Goblins brachten eilig Stoffe herbei.
Theo Silberblatt grauste vor dem fleckigen Stück wollstoff, das er von einem Goblin in die Hand gedrückt bekam. Nach kurzer Überlegung erachtete er es als das kleinere Übel, sich den dreckigen Stoff ins Gesicht zu binden, als seine Unterkleidung zu zerfetzen.
"Egal, was auch passiert, atmet diese Dämpfe nicht ein! Sie sind..." Batos unterbrach seinen Ruf und lauschte.
"Sie kommen!" rief einer der Schurken.
Man konnte es hören.
Stampfen, wütendes Schnauben, Schreie, Scheppern von Rüstungen, Klauen, die den Boden zerfurchten.

"Aaaachtung! Begebt euch in Position!" bafehl Batos, mit einer Stimmgewalt, die selbst Könige erzittern lassen würde.
Die Kämpfer in den Reihen zogen Ihre Waffen. In der ersten Reihe wappneten sich die Krieger mit ihren mächtigen Schilden.
Die Magier und Schamanen bereiteten ihre Zauber vor. Die Jäger spannten die Sehnen Ihrer Bögen bis zum Anschlag durch.

Zu'tul blickte zu seinem Hauptmann hinüber. Dieser hatte seinen mächtigen Bogen so stark gespannt, so dass man annehmen könnet, er würde jeden Moment zerbrechen. Zu'tul nahm seine konzentrierte Kampfhaltung ein. Er bewegte sich keinen Millimeter, man könnte denken, er wäre eine Statue. Ruhig und konzentriert fokussierte er mit seinem giftgetränkten Pfeil einen kleinen Punkt vor dem Nebel.

Theo streckte sein blitzblankes Schwert nach oben, als wollte er die schwarzen Regenwolken aufspießen. Sofort erkannten seine Paladine das Zeichen und begannen, Schutzzauber über die Streitmacht zu legen.

Die Erde bebte leicht und die grässlichen Laute kamen immer näher. Man konnte schon schemenhafte Silhoutten der Heerscharen der Geißel erkennen.
Beneathas liebte es. Er liebte die stille Angespanntheit, die herschte, Augenblicke vor dem Gemetzel. Er hatte dies schon sooft erlebt, ihn erfüllte eine innere Ruhe, die Sekunden wurde zu Stunden.

Er schloss die Augen. Er konzentrierte sich auf seine anderen Sinne. Alles schien wie in Zeitlupe zu verlaufen.

Der Krieger hörte das laute Atmen seiner Kampfgenossen,das hinter den Stofflappen ihrer Gesichter hervordrang.
Er hörte das Rasseln und Scheppern der Rüstungen, das zerspringen der Regentropfen auf seiner Panzerung, das Schmatzen des Schlammes unter den Füßen.
Er roch den Gestank des modrigen Stoffes, der seine Nase und die Reste seines Mundes bedeckte,
den Geruch von Nassem Metall, Leder und Stoff, den Schweißgeruch des Trolls neben ihm und den Verwesungsgestank, der in der Luft lag.

Beneathas spürte die Anspannung, das pulsieren des Blutes in den Körpern der Kämpfer, den Regen, der ihm durch die Öffnungen der Rüstung rann, die magische Kraft, die dank der Stärkungszauber der Paladine seinen Körper durchströmte und ihn mit kühnen Energien erfüllte,er spürte den kalten Stahl seiner mächtigen Zweihandwaffe, die er sich nun an seine tote Wange hielt, er spürte die leichten Erbebungen des Bodens, als die Geißel den Nebel durchschritt.


Vehcra
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Alt 21.10.2010, 11:07   #15
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Die Geschichte ist einfach sooo geil!!

Ich finde es wirklich sehr gut gelungen wie du den Personen eine für ihre Rasse typische Persönlichkeit verpasst. Grandios!
Belacor ist offline  
Alt 28.10.2010, 00:26   #16
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

viel spass beim lesen, und lassst was hören :) danke euch allen

5.

Sie strömten in Scharen aus dem verfluchten Gebiet jenseits des Nebels. Unter furchtbarem Geschrei stürmte eine gewaltige Menge Ghule aus den Schwaden, sabbernd und brüllend....und hungrig.

Noch bevor der erste Ghulenschädel vollständig aus dem alles umhüllenden Nebel erschienen war, gab Zu'tul seinen ersten todbringenden Schuss ab. Der vergiftete Pfeil raste unaufhaltsam auf das Maul des ersten Ghuls zu, während dieser erst Bruchteile von Sekunden aus den schützenden Nebelschwaden hervorgekommen war. Der trollische Pfeil verschwand im geifernden Maul des Ghuls, durchschlug dessen Gebiss und Mundhöhle, und trat durch das Genick wieder aus, Unmengen von verwesendem Fleisch mit sich reissend. Die erste der willenlosen Kreaturen des Lichkönigs stürzte mit einem klaffenden Loch im Schädel zu Boden. Sie versank im trägen Schlamm und wurde von den Ihrigen überrannt, noch ehe Sie vollständig aus dem Nebel geschritten war.

Zu'tul hatte mit einer blitzschnellen Bewegung sofort einen neuen Pfeil aus seinem Köcher geholt und ihn in seinen Bogen eingespannt.
Zufrieden sah er das Ergebnis seines ersten Schusses. Er spannte die Sehne seines Bogens bis zum Anschlag, hielt den Atem an und ließ den Pfeil einer weiteren Geißelkreatur den Tod bringen. Danach gab er das Zeichen zum Angriff.

Sofort ließen die Trolljäger einen alles vernichtenden Hagel aus Pfeilen auf die Geißel niedergehen. Blut spritze, Knochen borsten, mehr und mehr faulende Körper wurden eins mit dem Schlamm, als auch die unsichtbaren Schurken auf Geheiß Bethors ihren Weg durch die Reihen der Ghule schnetzelten.

Die Reihen der Krieger der Horde bewegten sich nicht. Batos wusste, daß dies nicht die grauenvolle Streitmacht der Geißel war, die der Schurkenspäher noch wenige Stunden davor beschrieben hatte. Der Ork wusste, hinter den mauerhaften Nebelschwaden der Pestländer verbargen sich noch wahrlich tödlichere Schrecken. Er musste die Kämpfer schonen, soviel Schaden wie möglich von den Schurken und Fernkämpfern anrichten lassen. Auch die Magier und Schamanen standen bereit, ihr Mana würde noch dringender gebraucht werden.
Batos reckte seine glorreich gepanzerte Hand in die Himmel und ballte die Faust. Alle Krieger verstanden diese eindrucksvolle Geste und warteten geduldig, festigten ihren Stand und blickten gebannt auf die Bilder, die sich ihnen boten.
Beneathas fand es beinahe komisch, zu sehen, wie von Gier nach Blut getriebene Ghule in Ihre Richtung stürmten, und dann von Pfeilen, die mit der Wucht eines Hammers in ihre Körper einschlugen, durchbohrt und in den Schlamm geworfen wurden.
Besonders surreal sah es jedoch aus, wenn ein Ghul an einem verborgenen Schurken vorbeilief, und dieser ihm während des Laufs mit einem gezieltem Schnitt die Kniesehnen durchtrennte.

Obwohl der Strom von Ghulen nicht nachließ und der ein oder andere Hirnlose es schaffte, durch die Reihen der Schurken zu stürmen, so schaffte es trotzdem keine dieser niederträchtigen Kreaturen, einen Kratzer in die mächtigen Schilde der ersten Reihe der Horde zu machen. Dafür sorgte Giro'ji, der Hauptmann der Dunkelspeertrolle.
Er ließ die Sehne seines prächtigen Bogens nur fliegen, wenn eine Kreatur der Geißel die erste Verteidigungslinie durchbrach. Zu'tul sagte einmal über Ihn, er sei der schnellste Bogenschütze in ganz Azeroth, und auch wenn Giro'ji immer demütig verneint hatte, ein Beobachter hätte wohl einen Kieferkrampf bekommen beim Anblick der Geschwindigkeit der Pfeile, die wie Blitze aus dem Bogen fuhren.

Der General der Blutelfen inmitten seiner Paladine war gereizt.
Obwohl er sich, wie die meisten Bewohner Silbermonds, seine Gefühlsregungen nicht anmerken ließ, zitterte er vor Ungeduld. In seinem Kopf wüteten die Gedanken.
Wie kam er, als Spross der berühmten Familie Silberblatt, weit über die Grenzen Silbermonds hinaus bekannt, dazu, im Herz der Armee zu stehen, und nicht als Befehlshaber der Horde ebendiese anzuführen? Und außerdem, wie kam ein blauhäutiger Troll dazu, sich des Vergnügens des Tötens zu erfreuen, und noch dazu vor ihm? Was für eine Ungerechtigkeit es doch war!
Ein ordinärer Troll legte eine, zugegebenermaßen, passable Show hin, und ein edler Sin'dorei musste warten? Theo biss sich auf die Unterlippe.
Einer der Paladine neben Ihm blickte ihn über die Schulter an. Theo strich eine Strähne seines feurroten Haars aus dem Gesicht. Als er den Blick erwiderte, drehte der Mitstreiter schnell den Kopf und wandte sich augenblicklich wieder dem Geschehen an der Grenze Tirisfals zu, während Theo sich seinen prächtigen Plattenhelm zurechtrückte.

Beneathas versuchte ständig, seinen guten Freund Bethor auszumachen. Inmitten der raschen Bewegungen und Ströme der Ghule war es aber leider unmöglich, etwas zu erkennen, selbst wenn die Schurken sichtbar gewesen wären. Er wusste zwar, dass hinter jedem gliedmaßenverlierenden und mit beklemmenden Gebrüll ausblutenden Ghul ein erfolgreicher Schurke stand, aber wo sein Freund war, konnte er beim besten Willen nicht sagen.
Die Ghule stürmten ohne Unterlass immer weiter auf die Reihen der Horde zu.
Einige der angegriffenen Kreaturen schlugen wie in Raserei blind um sich. Beneathas fragte sich ,ob die betreffenden Ghule einfach vom Lichkönig unbarmherzig vorwärts gelenkt wurden, oder ob ein Funken Eigenständigkeit in Ihnen verblieben war und sie sich nun versuchten, gegen die unsichtbare Bedrohung der Verlassenen zu wehren.
So oder so, sie überlebten nicht lange. Auch wenn die Geißel zahlenmäßig ganz klar überlegen war und auch noch einige unangenehme Überraschungen bereit zu halten schien, waren diese Angreifer nur Kanonenfutter. Sie waren leichte Beute für die geübten Schützen und Schurken der Horde.

Batos war zufrieden. Bis jetzt hatten hunderte Ghule den Tod gefunden, und ein Ende war noch nicht in Sicht. Von Ihm aus könnte es den ganzen Tag so weitergehen. Ghule vor, Ghule tot. Er grinste leicht. Sie hatten vorgesorgt.
Munition war im Überfluss vorhanden, und falls die erste Verteidigungslinie zu erschöpfen drohte, könnten die Jäger Ihre im Schlamm verborgenen Frostfallen einsetzen, um die Gegner zu verlangsamen und etwas Zeit zum Erholen zu gewinnen.
Trotzdem war die Situation ernst. Wenn die Ghule sie erst einmal in Nahkämpfe verwickeln würden, hätten die Krieger nichts mehr zu lachen.
Ihre Überzahl und ihre scharfen Klauen würden den Kampf vielfach erschweren. Aber noch lief alles nach Plan. Noch war alles in Ordnung. Noch standen Batos und seine Streiter auf der sicheren Seite. Noch.
Vehcra ist offline  
Alt 01.11.2010, 13:51   #17
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Du hast wirklich Talent!

Selten habe ich eine Geschichte von einem Amateurschreiber gelesen, die mich so gefesselt hat. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung!
Belacor ist offline  
Alt 09.11.2010, 01:33   #18
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

Guten Morgen, hier bin ich wieder mit neuem Kapitel am Start, bin wohl nachtaktiv hehe :)



6.

Der Schlamm auf dem Schlachtfeld zwischen den Grenzen der Pestländer und Tirisfals war zu einer ekelerregenden Suppe geworden. Durch den stetigen Regen und das viele Blut verdünnte sich der Schlamm immer weiter. Vor allem durch den unaufhörlich vergossenen Lebenssaft nahm die Brühe am Boden eine rötliche Färbung an.

Die vielen toten Körper am Boden wurden mehr und mehr vom Schlamm in Besitz genommen, verlorene Gliedmaßen und Gegenstände waren so gut wie gänzlich bedeckt, es wurde zunehmend rutschiger und schwieriger, sich fortzubewegen.
Zudem türmten sich die Leichen immer höher, typisch, wenn man so viele Kreaturen auf einem so kleinem Raum kämpfen ließ.

Batos' geschulte Augen bemerkten es als erstes. Der Strom an verwesenden Ghulen wurde immer schwächer, langsam, aber sicher dünnte er immer mehr aus.
"Was ist nur los? Das kann unmöglich schon alles gewesen sein!", schallte es ihm durch den Kopf. Batos wischte sich den Regen vom Gesicht. Prüfend blickte er auf das Schlachtfeld vor ihm.
Der schlammige Boden war stellenweise vollständig mit Leichnamen bedeckt. Aber er war sich sicher. Die Ghule wurden weniger.
Ob es die Bogenschützen bemerkt hatten? Der mächtige Ork ließ seinen Blick durch die Schützen schweifen. Falls sie müde waren, sah man es ihnen beim Besten Willen nicht an.
Jeder Einzelne beförderte verbissen einen Pfeil nach dem anderen in das Schlachtgetümmel. Und das mit einer tödlichen Präzision, die ihn erstaunte.
Zufrieden wandte Batos seinen Blick ab und ließ ihn durch die Reihen der Kämpfer wandern, bis er auf dem Krieger rechts neben ihm zum stehen kam. Es war ebenfalls ein kampfgestählter Ork, seine Hautfarbe war, anders als Batos', nicht grünlich, sondern eher ockerfarben. Seine dicke Plattenrüstung wurde schon mehrere Male ausgebessert, wie Batos aufgrund der Beschaffenheit der einzelnen Platten schloss. Seine Rechte war vollständig bandagiert. Dicker, leicht verdreckter Wollstoff umschloss seine muskulöse Waffenhand. Seinem Auge entging nicht, dass die Hand geschwollen und mehrmals gebrochen war.

Dies war die Treue der Horde. Die tiefgreifende, allumfassende Loyalität der Völker der Horde untereinander. Selbst unter schwersten Verletzungen, unter Einsatz des eigenen Lebens, folgten alle Geschwister der Horde dem Ruf, einander zu Hilfe zu kommen. Alle Rivalität untereinander war vergessen. Bunt gemischt standen die Völker bereit, dem gemeinsamen Feind Paroli zu bieten, ihn zu zerschmettern und nichts übrig zu lassen.

Batos umklammerte seine kolossale Streitaxt mit beiden Händen. Er wusste, es würde nicht mehr lange dauern. Jeder wusste es. Es wusste allerdings niemand, welch hohen Preis der Sieg kosten würde.

Der Ansturm der Ghule hatte nun vollends aufgehört. Als der letzte Sklave der Geißel röchelnd in den schlammigen Boden sank, breitete sich eine gespenstische Stille über dem Schlachtfeld aus.

Alles lauschte gespannt. Niemand wagte, zu atmen. Die Augen der Horde waren auf ihren Anführer Batos gerichtet. Wie würde er auf den plötzlichen Stopp der Geißel reagieren? Welche Befehle würde er erteilen? Wie würde er mit der Situation umgehen? Wie würde er entscheiden?

Batos Blutklinge überlegte kurz, dann gab er seine Befehle.

Die Bogenschützen entspannten sich, behielten aber eisern ihre Schussposition bei. Die Schurken der Verlassenen wurden sichtbar und bargen ihre gefallenen Mitstreiter. Die Verwundeten wurden versorgt. Neue Munition wurde herbeigeschafft. Buffs und Schutzzauber wurden erneuert. Schamanen verteilten Totems im Schlachtfeld. Alles ging schnell und gründlich seiner Aufgabe, sich vorzubereiten, nach. Alles hatte Angst, von einem erneuten Geißelsturm überrrascht zu werden.
Nach wenigen Minuten hatten alle Verteidiger ihre Aufgaben abgeschlossen und erneut Stellung bezogen.

Noch immer rührte sich jenseits der Grenze nichts. Man vernahm keinen Laut, als ob der undurchdringliche Nebel sämtliche Geräusche aufsaugen würde.

Doch was war das? Hinter dem Nebel tat sich etwas. Feine Ohren konnten etwas vernehmen. Ein seltsam vertrautes Geräusch drang leise aus den Pestländern. Es klang wie ein leichter, kreisender Wind.
Die feinen Ohren Zu'tuls waren gespannt, er konzentrierte sich darauf, alle Feinheiten des rätselhaften Klanges zu vernehmen. Angestrengt lauschte er weiter.

Das Geräusch veränderte sich. Es hörte sich an , als ob es sich vervielfachen würde, es schwoll an und wurde lauter. Es klang bedrohlich.
Nun hörten es auch die restlichen Angehörigen der Horde.

Theo Silberblatt durchfuhr es wie ein Blitz. Er hatte kurz angestrengt nachgedacht und versucht, das unheilvolle Geräusch zuzuordnen. Nun war es ihm gewiss. Er holte tief Luft, was unter dem stinkenden Fetzen Stoff nicht einfach war, um zu schreien.

Doch bevor er seine Verbündeten warnen könnte, durchschnitten Geschosse die Nebelschwaden. Gleichzeitig durchschritten unter peinvollem Geschrei die Krieger der Geißel die undurchsichtige Barriere, die sie vor den Augen ihrer Feinde schützte. Unter dem Schutz zahlreicher Frostblitze stürmten die Diener des Lichkönigs nach Tirisfal. Sofort gab Batos Blutklinge das Kommando zum Angriff, als sein Blick auf die die Luft zerschneidenden Frostblitze fiel, die mit unfassbarem Tempo ausschliesslich auf die Fernkämpfer der Horde zuschnellten.

Die Fernkämpfer befanden sich, anders als die Nahkämpfer, grossteils auf erhöhten Positionen, auf denen sie freies Schussfeld hatten und das Schlachtfeld gut überblicken konnten. Zu spät erkannte man, dass die Positionen über so gut wie keine Deckungen verfügten.

Zu'tul blickte wie versteinert auf den Frostblitz, der genau auf ihn zugerast kam. Sofort hechtete der grosse Troll zur Seite und schlug hart auf dem Fels auf. Er spürte den kalten Luftzug, als das tödliche Geschoss ihn nur um Haaresbreite verfehlte. Sofort drehte er sich um und sah, wie viele seiner Schützen von den eisigen Torpedos der Geißel getroffen wurden. Diejenigen, die rechtzeitig ausweichen konnten, begaben sich sofort wieder in Kampfposition und erwiderten das Feuer. Durch den Beschuss wurde es für die Trolle nun aber schwieriger, sicheren Stand zu finden, sie mussten immer wieder ihre Position ändern, um nicht leichte Beute der Fernkämpfer der Geißel zu werden.

Die stille Konzentration der Verteidiger Tirisfals hatte sich nun binnen Sekunden in wütendes Chaos verwandelt. Die Nahkämpfer stürmten unter der Führung von Batos, dem Ork und Beneathas, dem Untoten, auf die einfallende Kriegermacht der Geißel zu.

Sofort erwiderten die Magier und Hexenmeister der Horde die Attacke, die viele der ihrigen getroffen hatte. Dicke Eisspitzen und Feuerbälle hagelten einem tödlichen Gewitter gleich auf das Schlachtfeld hernieder.

Die Verteidiger aus Silbermond erneuerten den Schutz ihrer Verbündeten, während ein Teil der Paladine mit Theo an der Spitze ins Schlachtgetümmel stürzte.
Schamanen stürzten als Nachhut ins Schlachtfeld, verstärkten mit mächtigen Totems ihre Verbündeten. Befehle und Geschrei vermischten sich, Rüstungs-und Waffenlärm schallte ohrenbetäubend, sämtliche Geräusche verschmolzen zu einer gigantischen Lärmblase, die sich über das Schlachtfeld legte.
Die Dämonen der Hexenmeister mischten sich unter die Kämpfer der Horde, ebenso wie die gezähmten Begleiter der Trolljäger, die ihren unbarmherzigen Pfeilehagel wieder über ihre Feinde schickten.


Viel Spass Freue mich über jede Antwort^^

Vehcra
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Alt 12.11.2010, 16:24   #19
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

Moin, liebe Leute :)


7.


Der Aufprall, als die mächtigen Orks der Horde auf die gepanzerten Skelettkrieger der Geißel aufeinandertrafen, war gewaltig.
Unzählige Splitter von Rüstungen und Schilden sprangen durch die Luft.
Die muskulösen Hordekrieger in der ersten Reihe schützten sich mit ihren mächtigen Schilden gegen die Attacke der verdorbenen Streitmächte des Lichkönigs, um mit einer schnellen Drehung ihre Waffen zu schwingen und ihren Widersachern mit einem kräftigem Schlag die Köpfe von ihren Rümpfen zu trennen.
Begleitet von einer Fontäne von Blut sanken die noch zuckenden Körper der Untoten auf den Boden.
Die Verteidiger der Horde bemühten sich um felsenfesten Stand, während die Geißel unaufhörlich auf sie einstürmte.
Die Fernkämpfer kamen ziemlich ins Schwitzen, der Manaverbrauch war immens.
Während Batos Blutklinge mit seinen Mannen die nächste Angriffswelle zurückschlug, drehte er sich um und brüllte einen Befehl, nur um sich danach sofort wieder dem Untoten Krieger zu widmen, dem er gerade die Brust spaltete.

Nur einige Sekunden später preschten die Todesritter auf ihren furchterregenden Streitrossen durch die Reihen der Horde direkt in die Angreifer hinein. Auf ihren Pferden zogen sie tiefe Furchen der Verwüstung in die Armee der Geißel, hatten aber sichtlich Mühe, den Bereich unmittelbar vor den ersten Reihen auszudünnen.
Batos wischte sich totes Blut aus dem Gesicht, wendete den Kopf und rief Zu'tul etwas zu.

Sofort gab der Troll den Seinen das Kommando, das gesamte Feuer auf den Bereich um die Todesritter zu konzentrieren. Das Tempo, in dem die Feinde fielen, war atemberaubend, trotzdem schien die Streitmacht des Lichkönigs nicht nachzulassen.

Die Krieger in den hinteren Reihen murrten unterdessen ungeduldig. Sie verfolgten alle dieses bizarre Schauspiel vor ihnen, dieses unbarmherzige Gemetzel. Sie alle wollten daran teilhaben, egal, ob sie es überleben würden oder nicht.
Für die Horde! Dafür gaben sie bereitwillig ihr Leben. Doch bisher konnten sie nur zusehen, wie sich die erste Reihe hart und unnachgiebig dem anhaltenden Sturm der Geißel trotzte.

Beneathas wiegte ungeduldig sein mächtiges Schwert in den Händen. Er konnte es kaum erwarten, dem niederen Geißelabschaum seine Klinge durch die Leiber zu führen. Die Runen auf seinem Schwert pulsierten schwach und erfüllten das Schwert mit einer unheiligen Kraft. Beneathas hatte sein Claymore so fest gepackt, dass er längst Schmerzen an den Händen hatte. Er ignorierte das schwache Pochen des Schmerzes in seinen Händen, er wollte, nein er konnte den Griff nicht lockern. Er dürstete nach Rache. Es musste gleich so weit sein.

Batos schätzte kurz die Situation ein. Er war verdammt froh, nicht an Stelle der Todesritter zu sein. Nicht , weil er Angst hatte, sondern weil er wusste, dass niemand außer ihnen die Situation meistern könnte. Beinahe die gesamte Streitkraft der Angreifer konzentrierte sich nun auf die Todesritter, die anscheinend dem Selbstmord fröhnten.

Der General der Orks wusste, er hatte die richtige Entscheidung getroffen. In dem Zeitpunkt, als die Todesritter eingetroffen waren, wusste er, niemand anderes konnte dem enormen Beschuss der Geißel lange genug standhalten, um seinen Plan zu ermöglichen..

Nun war genug Zeit vergangen. Die Todesritter hatten zusammen mit den Bogenschützen einen Bereich vor den Reihen von der Geißel befreit, dieser Raum wurde nun kontinurierlich vergrößert, da die Todesritter versuchten, die Geißel immer weiter in die Pestländer zurückzudrängen. Batos war zufrieden. Es war genug Platz vorhanden, um nach Vorne zu stürmen und die Geißel zurückzudrängen. Sein Plan hatte funktioniert.

Er hob die Faust und rief mit Donnernder Stimme den wohl gefürchtetsten Schlachtruf, den Azeroth je vernommen hatte: "Für die Horde!"


Mit der Urgewalt eines Sturms bewegten sich die Reihen der Horde vorwärts.
Meter für Meter fegten die Kämpfer der Horde über das Schlachtfeld.
Batos Blutklinge, an der Spitze der Verteidiger, brüllte den Todesrittern den Befehl zu, sich zurückzuziehen.
"Verdammt! Sie sind schon verwundet genug, wir brauchen sie später noch!" , dachte der Ork. Die Todesritter waren in der Tat von ihrem kurzen Einsatz in arge Mitleidenschaft gezogen worden. Die schwarze Plattenrüstung war teilweise total zerstört, einige Ritter waren schwerst verwundet und konnten sich nur noch mit Anstrengung auf ihren Schlachtrössern halten.

Batos stürmte mit seinen tapferen Orks auf die Geißelarmee zu. Leider war der Überraschungseffekt zu schnell vorüber, und die Geißel ging sofort zum Gegenangriff über, noch ehe die Horde sie erreicht hatte.

Batos hatte nicht damit gerechnet, dass die Geißel so schnell reagieren würde.
Er rannte immer weiter auf die Geißel zu, die treuen Verteidiger Tirisfals direkt hinter ihm.
Die Geißelsoldaten stürmten ebenfalls auf ihn zu. Was würde er nun tun?

Direkt neben ihm schlug ein Frostblitz ein und beförderte Leichenteile und Matsch in die Luft.
"Scheisse!" fluchte Batos, "das war verdammt knapp! Nagut, Abschaum, dann muss ich mir wohl auch etwas einfallen lassen!"
Der Gesandte Orgrimmars machte einen Satz nach links und lief auf einen Haufen gefallener Ghule zu.
Als er über die Leichname rannte, zog er im Laufen mit der Linken einen vergifteten Pfeil aus einem leblosen Körper .Er benutze den Haufen Ghule als Sprungschanze und sprang aus seiner erhöhten Position nun mit einem kraftvollen Sprung in die angreifenden Untoten.

Im Sprung schleuderte er mit all seiner Kraft den Pfeil auf einen angreifenden Soldaten. Der Pfeil durchbohrte dessen Brust.
Batos schwang mit der Rechten seine mächtige Zweihandaxt und landete genau auf einem Skelettkrieger, der unter seinem Gewicht laut zersplitterte.
In Sekundenschnelle packte Batos seine Axt mit beiden Händen und ließ sie in einem Kreis um sich herumwirbeln. Enthauptete Diener des Lichkönigs sanken in den besudelten Boden.
Wenn er sich nicht verzählt hatte, brachte er innerhalb von wenigen Sekunden 6 Kämpfern der Geißel den Tod.
Er blickte schnell nach links, wo der vom Pfeil getroffene Untote gerade röchelnd auf die Knie sank.

"7!" grinste Batos und spuckte Rotz in die Überreste des Skelettkriegers.

Sekundenbruchteile später zersplitterten die ersten Rüstungen, als die Horde begann, die Geißel zu dezimieren.







-------------


Ne kurze Frage an alle die das hier lesen: Ich hab mich umgeschaut und festgestellt, dass die meisten Stories hier wesentlich kürzer sind als meine *hust*... soll ich n bissl weniger ausladend schreiben und schneller zu nem Ende kommen? Der Großteil der Story is eh schon geschafft, aber es könnte durchaus noch n paar Kapitel dazukommen...wird es zu anstrengend? Sind die Kapitel zu lang?

das war auch schon von mir, viel Spaß noch und danke fürs brave Lesen :)


Vehcra
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Alt 12.11.2010, 17:06   #20
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AW: Die Schlacht um den Ostwall

Mir kommt die geschichte gekannt vor =P Irgentwo hab ich die schonmal gelesen glaub ich
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klauen der pein für schamis gut

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wow selbstmord befehl