Thema: Maldor
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Alt 15.11.2009, 16:26   #1
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Maldor

Wieder eine Spontane Idee meinerseits, während ich gestern Nacht so an https://www.wow-forum.com/de/45191-fluch-raben-s.html arbeitete, kam so eine Frage auf: Wie sollte es nun weiter gehen? Da
fragte ich mich dann, was ist nun logisch? Und wie sehen die Reaktionen meiner "Kinder" aus? Da wurde mir klar... hey, ich weiß zwar mehr oder weniger was sie machen, aber wieso machen sie das? Also, genug herumgestammelt, hier ist die Geschichte Maldors, des Romantikers, der sich spontan in Araya verliebt und für sie scheinbar bis ans ende der Welt begleiten will.

nun aber genug Dramatik erzeugt, viel spass, Kritik wie immer erwünscht
Lupi ist offline  
Alt 15.11.2009, 16:26  
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AW: Maldor

Hast du schon im Lösungsbuch nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja weiter...
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Alt 15.11.2009, 16:26   #2
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Maldor

Die Sonne war noch nicht weit über denn Boden gestiegen, als Maldor, der jüngste Sohn des Wasserhändlers Kalbul, aus dem Familienzelt trat, in ein dunkles Gewand gehüllt, das ihn vor der bald schon brühenden Sonne schützen sollte. Über seine Schulter trug er einen Bogen, eine kurze, aus schwarzem Holz gefertigte Waffe, das angeblich aus den verzauberten Wäldern des alten Elfenreiches im Norden stammen sollte, und blinzelte in den noch jungen Tag.
„Dem Schwarzgefiederte zum Gruße, junger Herr Maldor!“, rief ihm der alte Belek, sein ehemaliger Erzieher und Diener seines Vaters zu.
„Dir auch einen guten Morgen, alter Mann.“ Antwortete der Händlersohn schmunzelnd. Er zog Belek oft mit dessen alter auf, und witzelte oft mit seinen älteren Brüdern, dass der alte Diener wohl älter als der Vogelkönig im Mittelreich war, worauf sie häufig von Älteren mit Tadel und Rute bestraft wurden.
„Oho, mutige Worte für jemanden, der kaum trocken hinter den Ohren ist. Und wie ich sehe ist der junge Herr heute sogar bewaffnet! Plant ihr wie die Fürsten Im Mittelreich auf die Jagt zu gehen oder überfallt ihr gar eine Karawane?“, spottete der Greis sanft.
„Ach, hast du nicht Wasserschläuche zu nähen oder ähnliches?“ gab der Jüngling zurück. Maldor war grade vierzehn geworden, ein Alter, das früher, bevor das Banner des Todesvogels über den Familienflaggen der verschiedenen Stämme flatterte, den Eintritt in die das Männerleben bedeutet hatte. Noch immer wurden jedes Jahr Feste abgehalten, bei denen die Jünglinge bei verschiedenen Wettbewerben beweisen konnten, dass sie mutig, stark und schnell waren.
„Heute ist doch das große Fest, und ich werde den Bogenschießwettbewerb gewinnen!“ fuhr er nun fort.
„Tatsächlich?“ fragte der alte Belek immer noch mit zärtlichem Spott. Maldor war immer sein Liebling unter den Söhnen Kalbuls gewesen, zwar tat der Junge gerne kämpferisch und wild, doch war er eigentlich ein nachdenkliches Kind, voller Herzensgüte und Sinn für das Gute. Umso schrecklicher, dass er in Zeiten wie diese hinein geboren werden musste, dachte der Alte mit einem Hauch Traurigkeit. Doch dann lächelte er wieder, sollte er sich doch an der unschuldigen Freude des Jungen erfreuen, solange es sein altes Herz es noch zuließ.
„Nun, soweit ich weiß nimmt auch Janus, der Junge des Kamelzüchters an dem Bogenwettbewerb teil, und er soll ein unglaublicher Schütze sein, glaubst du denn wirklich das es dir gelingen wird ihn zu besiegen?“
„Natürlich!“ ereiferte sich Maldor lautstark, „Denn er brauchte teures Training, für etwas was ich so schon kann. Ich werde ihn sicher leicht besiegen.“
„Na dann, mein Junge, wünsche ich dir viel glück. Auf das deine Pfeile wie der Falke fliegen, und wie der Biss der Kopra treffen.“, meinte Belek und winkte dem Jungen, der zu dem etwas außerhalb der Oase aufgebauten Festplatz zu laufen begann.
„Danke Onkel Belek, bis heute Abend.“ schrie der Junge vergnügt während des Laufens.

„Nun, alle Jungen, die an dem Bogenschießwettbewerb teilnehmen wollen, sollten jetzt hier her kommen.“, rief der Älteste Gargo.
„Na los Bruder, du hast ihn gehört, du möchtest doch nicht. dass sie ohne dich anfangen?“, fragte Sascha, Malodrs ältester Bruder.
„Ach, ich hab wahrscheinlich eh keine Chance…“murmelte der Jüngling und scharte mit den Füßen im Sand.
„Unsinn, du bist ein toller Schütze, und die kleine Natalia soll zusehen.“, ermutigte ihn sein Bruder mit einem Zwinkern.
„Ach Sascha…“, nuschelte Maldor. Natalia war die Tochter eines der in der Siedlung ansässigen Karawanenführer, und der Junge konnte nicht verhellen, das er für sie ein bissen schwärmte. „… Und was wenn ich verlier? Dann denkt sie sicher ich bin ein Nichtsnutz…“
„Ach was, wenn du gewinnst bist du ihr großer Held, wenn du verlierst- sei es drum, dann kann sie dich ja trösten.“ Lachte Sascha. „Nun lauf aber, sonst fangen sie wirklich noch ohne dich an.“
So lief Maldor los, sich noch einmal unsicher zu seinem Bruder umblickend, der ihm ermutigend zunickte.
„So, jetzt wo alle da sind, können wir ja anfangen.“, meinte Gargo, nachdem Maldor die Gruppe erreicht hatte.
„Wie ihr sicher wisst sind die Stämme der Wüste berühmt für ihre Schießkunst sind, deshalb ist dieser Wettbewerb der wichtigste von allen. Da hinten“, er deutete auf einen etwa fünfzig Meter weit entfernten, in den Sand gestoßenen Palmenstamm, „ist euer Ziel. Jeder von euch hat drei Schüsse, in jeder Runde einen. Auf dem Baum ist ein Mensch eingezeichnet, der in verschiedene Zonen eingeteilt ist. jede Zone gib verschieden viele Punkte. Ein Treffer in die Augenregion bringt am meisten Punkte, danach ein Schuss in das Herz und darauf hin ein treffen des Kopfes.“, schloss der Älteste seine Erklärung. „Also dann, stellt euch in eine Reihe auf und fangt an.“
Sie waren insgesamt acht Jungen, aber im Grunde wusste Maldor das nur Janus eine Herausforderung für ihn war. Wie um diesen Verdacht zu Untermauern, spannte der erste Schütze, ein dicker Junge, denn Maldor nicht sonderlich leiden konnte, seinen Bogen zu fest, und zerbrach diesen mit einem Knacksen.
„Tut mir leid Egor, du bist raus.“ Meinte der Älteste mit gelangweilter Stimme, worauf hin der Junge die Trümmer seines Schusswerkzeuges fallen lies und weinend zu seinen Eltern rannte.
Der nächste Junge war Nargal, ein Spielkamerad von Maldor, der zwar den Baum, aber nicht die aufgemalte Figur traf.
„Ziele in der nächsten Runde etwas mehr nach Links, dann kannst di vielleicht einen Bauchschuss machen.“ Kommentierte Gargo.
„Mist, aber besser als der Fette Egor, nicht wahr?“ flüsterte er Maldor im vorbei gehen mit einem Zwinkern zu, der aber für Scherze dieser Art momentan nicht aufgelegt war.
Als nächstes kam Janus, der mit einem siegessicheren Lächeln seine Waffe spannte, zielte und einen Bauchtreffer erzielte.
„Gut, gut, der nächste.“
„Mal sehen was du kannst, Wasserhändler.“ Wisperte dieser im vorbeigehen zu Maldor, was nicht gerade zu dessen wohlbefinden beitrug. Nargal, der etwas kräftiger als Maldor und Janus war, gab letzteren einen leichten tritt gegen den Knöchel, was dieser mit einem leisen Fauchen kommentierte.
Nach vier weiteren, nicht gerade überragenden Schützen, war Maldor an der Reihe.
Er schluckte, schloss die Augen, spannte seine Waffe, zielte einige Sekunden lang- und schoss.
„Ah, ein Herzschuss, sehr gut Maldor.“ Lobte Gargo anerkennend. Nargal, du bist wider dran.“
In dieser Runde traf Janus den Kopf des Ziels, was Applaus von den Zuschauern auslöste, außerdem wurden zwei weitere Jungen disqualifiziert, da Gargo am Bogen des einen und am Pfeil des anderen schwache Magische Runen der Treffsicherheit entdeckte.
„Mal sehen wie du jetzt triffst“ höhnte Janus, Maldor versuchte so zu tun als ob er ihn nicht gehört hatte, atmete wieder tief ein und aus zielte, und wurde in dem Moment, indem er die Sehen losließ, von einem Geräusch hinter sich abgelenkt. Er senkte den Bogen, während der Pfeil sich gerade in Bewegung setzte, und stöhnte auf, als er nur den Fuß des Zielbildes traf.
„Tschuldigung“, nuschelte Janus, der gehustet hatte.
„Unterlass so was, oder ich werde dich auch disqualifizieren.“ ,warnte Gargo diesen strenger Stimme.
„Egal.“, meinte Nargal nach seinem letzten Schuss, der nur das Beim der Figur traf, „Jetzt steht es du oder er, aber du musst verdammt viel glück haben.“
Janus, traf ein weiteres Mal den Kopf des Ziels, worauf hin Maldor siegessicher angrinste.
Nun war Maldor dran, er bemerkte unter den Zuschauern Belek, auch sein Vater und Sascha konnte er erkennen, und dort, halb hinter ihrem Vater versteckt, stand auch Natalia.
Er schloss die Augen, dies hier war wichtig. Instinktiv leerte er seinen Kopf, vergaß das Turnier, vergaß die Zuschauer und Janus, er wusste nur noch eines, er musste einen Augentreffer landen!
Langsam öffnete er die Augen, spürte denn sanften Wind erkannte das er etwas unterhalb und links der Augen zielen musste, sendete ein Stoßgebet zu der Wesenheit, welche auch immer für das Glück verantwortlich war, und Schoß.
Ein Ohrenbetäubender Jubel ertönte, die Menge war außer sich, wann hatte es das letzte Mal einen solchen Schuss gegeben? Der Pfeil hatte nicht nur eine der Augenmarkierungen getroffen, nein, der Schuss war von solcher Stärke gewesen, das er die Palme durchstoßen hatte, ja, der gesamte Stamm teilte sich der länge nach durch diesen Schuss.
Trotz der verschiedenen anderen Wettbewerbe war dieser legendär anmutende Schuss den gesamten Tag über das Gesprächsthema auf dem Tunier, selbst Janus, mit niedergeschlagenen Augen, gratulierte Maldor und bat ich wegen des Betrugversuches um Verzeihung.

Maldor betrachtete den Sternenhimmel über ihren Köpfen, die tausenden strahlenden Funken, die den klaren, makellosen Nachthimmel erhellten.
„An was denkst du?“, fragte ihn das Mädchen in seinen Armen, Natalia, seinem Blick folgend.
„Ach, ich dachte mir nur grade. wie weit deine Augen doch von ihrer Heimat, dem Firmament, entfernt sind, und ob sie nicht manchmal Heimweh haben.“, antwortete er flüsternd, was ihm einen zärtlichen Kuss seiner Angebeteten einbrachte.
„Wenn deine Worte so wertvoll wie golden währen, du könntest das ganze Reich kaufen, mein Falkenauge.“ Flüsterte sie ihm ins Ohr, während sie wieder in ihr Lager aus Decken und Pelzen sanken.

Er wusste später nicht zu sagen was ihn geweckt hatte, der Geruch von Rauch, die entfernten Schreie oder eine innere Stimme, eine übernatürliche Erkenntnis, das alles was ihm wert und teuer war, in Flammen aufging.
Auf jeden Fall erwachte er, und nahm alles gleichzeitig wahr, die Zeltgruppe seiner Familie, die in Flammen stand, die Kampfgeräusche und Schreie, die überall in der Oase zu hören waren, und das Kreischen der Assfresser, die über dem Gemetzel flogen.
Er glaubte sich später daran zu erkennen, das Unter den Geiern und Flugschlangen, die einheimischen Leichenfledderer der Natur, auch Raben erkannt zu haben, aber, so sagte ihm sein Verstand immer wieder, dies war nicht möglich. Er redete sich häufig ein, dass er diese Vögel, die er so oft noch als Symbol der Grausamkeit und Gewalt sehen sollte, einfach in diese alte und oft verdrängte Erinnerung hineinprojizierte, das er sich nach seinen langen Reisen durch das Imperium einfach keinen Kampf mehr ohne diese dunklen Raubmörder vorstellen konnte.
Er wünschte sich oft vieles andere dieser Nacht währe so undeutlich, die Leichen seiner Freunde und Verwanden, die Vergehen an Frauen und Kinder, und vor allem, seine ersten Morde.
Man sagte ihm später, nachdem er sich durch einen Alptraum aus Blut und Rache gequält hatte, das er nur mit Glück hatte entkommen konnte, dass die Banditenbande, die die Oase überfallen hatte, bereits seit Wochen in dieser Gegend ihr Unwesen trieb und das sein überleben ein Wunder war.
Aber er wusste es besser.
Er hatte sich sein Leben teuer erkauft, und noch Jahrzehnte danach erwachte er, meist in den Armen einer Geliebten, aus Alpträumen, Visionen, in denen er an der Leiche seines Vaters und seiner Brüder vorbei rannte, Bilder in denen er Vermummte Männer aus dem Laufen heraus erschoss. Träume, in denen er sich umdrehte, Natalia zurufen wollte, das sie zurückbleiben, sich verstecken sollte, Träume, in denen er die gesichtslose Gestalt eines Reiters sah, die im Vorbeireiten seiner jungen Liebe den Kopf mit einem Säbel abschlug, eine Gestalt die kurz darauf von scheinbar unendlich vielen Pfeilen gespickt war, und doch nicht zu sterben bereit schien.
Und so schwor er sich nie wieder aus ganzem Herzen zu lieben, doch verjährt ein jeder Schwur irgendwann einmal.
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Alt 15.11.2009, 23:47   #3
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AW: Maldor

Zitat:
„Ach, ich dachte mir nur grade. wie weit deine Augen doch von ihrer Heimat, dem Firmament, entfernt sind, und ob sie nicht manchmal Heimweh haben.“.
hach, schmacht, so schön
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Alt 16.11.2009, 16:12   #4
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Zitat:
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hach, schmacht, so schön
ich sags ja immer wieder, in mir schlummert ein verzweifelter Romantiker
Lupi ist offline  
Alt 16.11.2009, 18:46   #5
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AW: Maldor

...........

nette Geschichte.....
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