Thema: En´shu fa´lah nah mein Held...
Diskutiere im Der Dorfkrug Forum über En´shu fa´lah nah mein Held.... Der Dämmerwald Rhion erwachte früh an diesem Morgen. Von der Schankhalle war noch kein Geräusch zu vernehmen. Alle schliefen noch. Sie schlug die leichte Decke zurück und trat ans Fenster um der Sonne zuzusehen wie sie hinter den Felsen langsam aufging. Tylas…, sie hatte wieder ...
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Alt 02.04.2008, 23:45   #21
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Der Dämmerwald


Rhion erwachte früh an diesem Morgen. Von der Schankhalle war noch kein Geräusch zu vernehmen. Alle schliefen noch. Sie schlug die leichte Decke zurück und trat ans Fenster um der Sonne zuzusehen wie sie hinter den Felsen langsam aufging.
Tylas…, sie hatte wieder von ihm geträumt. Sie spürte in ihren Träumen seine Wut und seine unbändige Entschlossenheit. Sie umschlang ihre nackten Oberarme, bei dem Gedanken an Tylas breitete sich eine eisige Kälte über ihren Körper aus. Rento…, sie musste ihn sehen. Er war der einzige dem sie vertraute.
Sie hatte vor einigen Tagen Sem am Steg zwar erzählt warum sie hier war aber sie hatte Tylas mit keinem Wort erwähnt. Sem wusste alles was er wissen musste, sie hatte ihm erzählt in ihrer Heimat einen großen Fehler gemacht zu haben und das sie deswegen nicht mehr zurück konnte. Mehr musste er nicht wissen, je weniger er wusste umso weniger war er interessant für Tylas. Wenn er sie wirklich noch immer suchte, dann war es besser wenn sie Sem in diese Sache nicht mit hineinzog. Sie mochte ihn, bei dem Gedanken an sein Lächeln und seine blauen Augen wurde ihr warm. Von ihm ging etwas Magisches aus, etwas das sie anzog, etwas das nicht so kühl und eisig war wie der vielen Elfen die sie kannte. Sie schloss die Augen und sah Sem vor sich. Wie er so da stand und sich mit der Hand die blonden Haare aus der Stirn strich, musste sie schmunzeln. Er war das was sie nie in ihrer Nähe haben wollte, ein Mensch, laut und ungehalten, stark auf dem Schlachtfeld aber nach ein paar zwergischen Bieren weich und weinerlich wie kleine Kinder. Und doch wünschte sie sich nichts mehr als eine Nacht in seinen Armen alles erlebte vergessen zu können, nur für eine Nacht.
Sie wandet sich vom Fenster ab, zog sich eines Ihrer einfachen Kleider über und beschloss solange noch alle im Dorf schliefen eine Runde schwimmen zugehen.
Als Rhion vor das Gasthaus trat war es noch kühl, die Sonne hatte den Boden noch nicht aufgewärmt, mit zügigen Schritten ging sie auf den Steg zu um dann im letzen Moment ihr Kleid abzustreifen und mit einem Satz ins Wasser zu gleiten.

Sem stand seinerseits am Fenster seines Zimmers und beobachtete Rhion. Sie schwamm wie ein Fisch und konnte länger tauchen als er es für möglich gehalten hätte. Ihm wurde heiß und sein Herz begann zu rasen als er Rhion dabei beobachtete wie sie aus dem Wasser stieg um sich langsam ihre langen Glieder abzutrocknen. Erst ihre Arme, dann strich sie sich mit dem linnenen Tuch über den Busen und dann über ihre endlos langen Beine. Er wandte sich mit einem Satz
um, um hinunter zum Waschraum zu gehen. Dreimal musste er den Eimer mit dem eiskalten Wasser aus dem riesigen Bottich füllen um wieder halbwegs einen klaren Gedanken zu fassen können. Als er wieder nach oben in die Schankhalle kam, bestellte er sich ein großes Frühstück obwohl er keinen sonderlich großen Hunger hatte, als sich plötzlich Rhion neben ihn setzte und ihm eine Zimtschnecke vom Teller nahm.
„Guten Morgen Sem.“
Er nickte ihr zu, merkte aber dass er blitzartig rot wurde weil ihm wieder ihr atemberaubender Körper in den Sinn kam. Als die Hitze aus seinem Gesicht klang sah er sie an.
Rhion war schon völlig angezogen. Sie trug lange, eng anliegende schwarze Lederhosen, hohe schwarze Lederstiefel, die so aussahen als würde man den Träger dieser Stiefel niemals kommen hören, und einen ärmellosen, schwarzen Lederbrustharnisch der mit einfachen grünen Lederriemen zusammengehalten wurde. Ihre kurzen schwarzen Handschuhe lagen neben ihr auf dem Tresen, ihren Bogen hatte sich genauso wie ihre große Axt neben den Stuhl gelehnt.
„Wo willst du hin?“
„Ich werde mich heute auf den Weg in den Dämmerwald machen, ich war lange genug in Seenhain, ich muss etwas Neues sehen.“
Sie verschwieg ihm dass es nur noch zwei Tage waren bis sie Rento hoffentlich in der Taverne von Dunkelhain traf.
„Darf ich dich begleiten?“
Die Frage kam so plötzlich und unvermittelt, das Rhion nicht wusste was sie sagen sollte, sie hatte die unbeschwerten Tage mit ihm hier in Seenhain genossen aber sie hätte nie gedacht das er wirklich mit ihr ziehen würde.
„Ich wollte mich eh auf den Weg nach Dunkelhain machen, hier gibt es nichts mehr zu tun und Asthur ist eh schon wieder aufgebrochen weil er wohl irgendwo im Norden etwas erledigen muss und ich bin es Leid auf ihn zu warten.“
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen,
„Ich würde mich sehr geehrt fühlen wenn du mich begleiten würdest mein edler Krieger.“
Sem nickte, er war stolz das sie seine Anwesenheit schätze auch wenn er ihr nie würde sagen können wie sehr er sich in sie verliebt hatte.
„Wann brechen wir auf?“
„So schnell wir möglich, bis nach Dunkelhain ist es sicherlich ein ganzer Tagesmarsch und ich möchte vor der Nacht dort sein“
„Ich hole nur noch meine Rüstung dann können wir los.“
Er stand auf und verschwand im oberen Stockwerk. Rhion war froh nicht alleine losziehen zu müssen, auch weil sie Angst hatte Tylas zu begegnen und sie war sich sicher dass er nichts Unüberlegtes tun würde wenn er sie in Begleitung eines Menschen sehen würde. Zumindest hoffte sie das.
Als Sem in seiner Montur wieder erschien, machte sich tiefe Zufriedenheit in Rhion breit, sie war nicht mehr alleine, endlich nach so langer Zeit. Er hatte sich erst gestern vom Rüstungsschmied eine bessere Rüstung schmieden lassen, Brustpanzer der den Gegner kein Stück Haut bot ihn zu verletzten. Auch waren seine Beinlinge aus reinem Silber neu, Asthur hatte sie ihm geschenkt. Seine Stiefel schlugen dumpf auf die Dielen des Wirtshauses als er die letzten Stufen der Treppe hinunter kam. Sein breites Schwert hatte er sich auf den Rücken geschnallt, Rhion tat es ihm gleich, zurrte die Axt auf ihrem Rücken fest und schulterte den Bogen mitsamt dem Köcher.
„Wir möchten zahlen, Wirt“

Die Sonne war gerade ganz hinter dem Gebirge hervor gekrochen, als beide die Brücke des Immerruhsees passierten, sie winkten der Greifenmeisterin, die gerade ihre Tiere fütterte, zu und marschierten im Gleichschritt los, wenn sie sich beeilten waren sie vor der Dämmerung noch in Dunkelhain.
Bei dem Gedanken an diesen verwunschenen Wald wurde Rhion kalt, sie hatte soviel böses über diesen Ort gehört. Instinktiv wich sie bei den ersten Nebenschwaden die ihre Beine streiften, näher an Sem heran.
Als sie dem Pfad in den Wald ein paar Meter gefolgt waren wurde es auch schon merklich kühler. Rhion bekam eine Gänsehaut, nicht nur weil es so kalt war sondern auch weil in der Ferne die Worgs heulten, einer nach dem andere, als würden sie ein Konzert anstimmen.
Tylas durfte sie nicht finden, nicht in diesem Wald, dieser Wald war so zornig und gemein wie er selbst, und hier würde sie ihm nicht entkommen können. Sie beschleunigte ihre Schritte, „Warum rennst du denn auf einmal so?“
„Ich will nur vor der Dunkelheit im Dorf sein.“
Der junge Krieger lachte,
„Ach und wenn schon, selbst wenn wir hier draußen übernachten müssten, ich würde Wache halten damit dir niemand im Schlaf etwas antut.“
„Wenn es irgendwie geht würde ich ein Bett dem feuchten Gras hier vorziehen.“

Sie schritten Stunde um Stunde, aber sie kamen gut voran, nur einmal wurden sie von einem Wolf angegriffen den Sem mit einem gezielten Schlag den Schädel spaltete
Einige Zeit später rasteten sie, Rhion entzündete ein Lagerfeuer denn mittlerweile war die Kälte in ihre Kleider gekrochen und lies sie beide unablässig frösteln.
Sie saßen nahe am Feuer und schwiegen, keiner wusste was er dem anderen sagen sollte.
„Weiter?“ fragte Sem nachdem er bemerkte wie Rhion anfing zu zittern.
Sie nickte stumm und lies sich von ihm hoch helfen. Als er ihre behandschuhten Hände ergriff und sie zu sich hoch zog, wollte er sie nie mehr loslassen, er hätte alles dafür gegeben, ewig mit ihr so dazustehen. Er spürte den Druck ihrer Schenkel an den seinen und als er ihrem Blick begegnete, den Blick ihrer leuchtend grünen Augen konnte er nicht anders als langsam ihrer Hände loszulassen und sie um ihre Hüften zu legen.
Rhions Atem ging flach, sie kannte das Gefühl nicht das sie da in den Armen des Menschen übermannte, ihr war so warm und doch zitterten ihre Knie. Seine schweren Hände auf ihren Hüften waren keine Last, sie genoss die Berührung, sie gaben ihr Wärme und Halt, und sie war echt, kein vorgegaukeltes Spiel. Sie schloss die Augen.

Also Rhion ihre Augen schloss war es als ob Sem keine Macht mehr über sich hätte, noch im herabbeugen schossen ihm mahnende Gedanken durch den Kopf und immer wieder Asthurs Stimme „… nie war ein Mensch einer Elfe genehm…“
Doch als seine Lippen die Ihren berührten und Rhion nicht zurück wich sonder sich enger an ihn presste und ihre Arme um ihn schlang, erlosch die Stimme von Asthur und Sem hörte nichts mehr, er schmeckte nur noch Rhion, ihre süßen Lippen die ihm lustvoll die Küsse erwiderten die er ihr entgegenbrachte, ihre Zunge die so zärtlich mit der seinen spielte. Noch nie hatte er so geküsst, noch nie hatte er so eine Empfindung dabei gehabt, es war als ob Rhion alles andere in seiner Erinnerungen ausgelöscht hatte und es nur noch sie darin gab.
Sie verharrten schier endlos in dem Kuss, bis sich Rhion langsam von ihm löste und ihm tief in die Augen schaute. Ihre Finger spielten in seinem Nacken mit seinem Haar und sie lächelte ihn an, zum ersten Mal hatte Sem nicht den Eindruck als wären ihre Augen traurig, sondern glücklich.
„Du hast mich geküsst…“ sie schmunzelte.
„Ich …ähm… ja, ich….“ Sem wusste nicht was er sagen sollte und nahm deswegen die Hände von ihren Hüften.
Rhion nahm sein Gesicht in ihre Hände und legte zärtlich ihre Lippen auf seine und küsste ihn noch einmal.
„Lass uns weiter gehen, sonst schaffen wir es nicht vor der Nacht.“
„Ja“ mehr kam nicht über Sems Lippen.
Er war verwirrt und fragte sich die ganze Zeit ob er das gerade tatsächlich erlebt oder ob er es vielleicht nur geträumt hat. Rhion war schon dabei das Lagerfeuer mit Erde zu löschen, als sie sich zu ihm wandte und ihm zu lächelte.
„Können wir?“
Sem ging schweigend neben ihr her, nicht wissend wie er sich verhalten sollte, als er spürte wie Rhion nach seiner Hand griff und ihre Finger die seinen umschlungen. Aus ihrem Profil war zu deuten das sie lächelte und Sem tat es ihr gleich. Hand in Hand erreichten sie kurz vor der Dämmerung Dunkelhain und traten ins Gasthaus.

„Zwei Zimmer für die Nacht, Wirt!“
„Nur noch eins für heute Nacht frei“ die Stimme des Gastwirts war hart und barsch.
Fragend sah Sem von Rhion zum Gastwirt.
„Wir nehmen das Zimmer“ Rhions Stimme schnitt so unvermittelt durch die Stille der fast leeren Schankhalle das Sem zusammen zuckte. Der Wirt deutete unter seinem Bart ein Lächeln an.
“Nun gut, oben die zweite Tür links.“
Anasiss ist offline  
Alt 02.04.2008, 23:45  
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AW:

Hast du schon im Lösungsbuch nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja weiter...
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Schäppchen für WoWler
 
Alt 03.04.2008, 19:17   #22
Level 5
 
Fraktion: Horde
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Rasse: Tauren
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Beiträge: 12

Wie immer großartig. ^^ vieleicht kannste mir ja die nicht jugendfreie Version schicken und keine Angst ich bin über 18 ;P
Anthark ist offline  
Alt 08.04.2008, 21:08   #23
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Avatar von Feuertodem

... ist irritiert
 
 
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das is das beste was ich jemals gelesen hab




EINFACH NUR GEIL
Feuertodem ist offline  
Alt 10.05.2008, 22:49   #24
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En´shu fa´lah nah mein Held...

Schreib bitte weiter, super Geschichte, möchte mehr lesen

19matze88
19matze88 ist offline  
Alt 14.05.2008, 23:16   #25
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Avatar von Sergoth
 
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AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

also bis jetzt hat mich die ganze geschichte gefesselt
konnte gar nicht aufhören zu lesen und hoffe du schreibst noch weiter.
eine der besten sachen, die ich gelesen und sooo schön geschrieben.
Sergoth ist offline  
Alt 27.05.2008, 09:03   #26
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Avatar von Thorak
 
 
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AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

GENIAL:eek: Meine Güte, du schreibst echt wahnsinnig gut Sehr spannende Story. Du hast schon ein Buch? Wirst du diese Geschichte denn hier noch abschließen?
Thorak ist offline  
Alt 27.05.2008, 12:47   #27
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Avatar von Downel
 
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AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

Richtig geil macht echt spaß das zu lesen
Downel ist offline  
Alt 05.07.2008, 13:46   #28
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Avatar von ralfie

... ist wissbegierig
 
 
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Reden AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

SUPER Geschrieben mehr kann ich dazu nicht sagen!!!!!!!!!
ralfie ist offline  
Alt 05.07.2008, 20:50   #29
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Beiträge: 1

AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

Das ist sowas von geil geschrieben!!! Respekt,du bist ein super Autor.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil (hoffentlich kommt noch einer,wäre sehr schade darum,ist wirklichen eine tolle geschichte).
HerrMannhelig ist offline  
Alt 13.08.2008, 09:58   #30
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AW: En´shu fa´lah nah mein Held...

Das Versprechen


Zärtlich streichelte Rhion Sems nackte Schulter, strich weiter in seinen Nacken und spielte in seinem Haar. Sie konnte den Blick nicht von seinem Gesicht lassen, wie er so friedlich schlafend neben ihr lag. Sie verfolgte eine unsichtbare Linie als sie seine Lippen mit dem Finger nachzog, seine Lippen die sie die ganze Nacht geküsst hatten, die ihr die ganze Nacht seine Liebe geschworen hatten und schließlich als er zwischen ihren Schenkel lag, drang von ihnen ein wohlig leises Seufzen und er vergrub sein Gesicht in ihrem Haar. Noch immer überfiel Rhion ein Kribbeln wenn sie an die vergangene Nacht mit ihrem Krieger dachte.
Es war einfach passiert, beide standen sie wie unschuldige Kinder in dem kargen Zimmer und als ihr Blick auf das einzige kleine Bett fiel überlief Rhion das gleiche Kribbeln wie jetzt. Sie sah ihn an und wie auf ein nicht hörbares Kommando schlangen sie die Arme um den Anderen und küssten sich so wild und stürmisch das sie nur taumelnden Schrittes Richtung Bett kamen.
Die ganze Nacht hatten sie sich geliebt. Gerade als sie erschöpft nebeneinander lagen, ein kühler Windhauch die erhitzten und schweißnassen Körper abkühlen wollte, neckten die Lippen des anderen an Hals, Schulter und den Lippen.
Erst als die Sonne den nebligen Wald erhellte waren sie aneinander geschmiegt eingeschlafen.

Rhion war schon seit geraumer Zeit wach, wagte es aber nicht den Blick von dem jungen Krieger zu nehmen. Zu stark war diese Anziehungskraft die er auf sie ausübte, zu stark war das Gefühl von Wärme das er ihr mit jedem Atemzug schenkte.

Erst nachdem sie sich vergewissert hatte das Sem noch tief genug schlief um nicht aufzuwachen wenn sie aufstand, wand sie sich aus dem Bett und ging zu der kleinen Waschschüssel um sich ihr Gesicht zu waschen und sich dann selbst lange in dem kleinen Spiegel zu betrachten.

Rento sollte heute eintreffen, vielleicht sollte ich Sem sagen was mich wirklich hierher führt… vielleicht sollte er es erfahren… aber was wenn uns Tylas findet? Umso mehr Sem weiß umso gefährlicher wird es für ihn… Nein, ich kann es ihm nicht sagen.

Langsam hob sie ihre Kleidung vom Boden auf und schlich zur Tür. Gerade als sich ihre Hand um den Türknauf schließen wollte hörte sie ein scharrendes Geräusch von draussen. Jemand schlich über den Flur.
Schnell schlüpfte sie in ihre Kleider, sollte sie Sem wecken? Wenn da aber nun niemand war und sie wieder nur einem ihrer eigenen Gespenster hinterher lief, was würde er denken. Nein, sie würde ihn nicht wecken, wer sollte sich schon über den kleinen Korridor schleichen, vielleicht nur ein anderer Gast, der Wirt hatte doch selbst gesagt alle Einzelzimmer wären belegt.
Krampfhaft versuchte sich Rhion selbst zur Ruhe zu rufen. Tief atmete sie ein und aus, trat dann so leise und gewandt an die Tür heran, um ihren Kopf gegen das alte Holz zu legen. Doch sie konnte nicht das leiseste Geräusch vom Flur her vernehmen.
Seufzend lehnte sie sich gegen die Tür. Sie hatte sich bestimmt getäuscht, wer sollte schon am helllichten Tag über den Flur dieses alten Gasthauses schleichen? Ihr Verstand hatte ihr einen Streich gespielt das war alles, sie würde in die Schankhalle gehen und ein Mahl bestellen, danach würde sie sich im Waschraum ausgiebig das kalte Wasser über den Kopf laufen lassen, das würde ihre Gedanken schon wieder ordnen.

Noch einmal lies sie einen liebevollen Blick über den nackten Krieger gleiten, dann umschloss sie leise den Knauf der Tür und schlich lautlos auf den Gang.
Schnell huschte ihr Blick über den Flur. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, Du hast dir nur was eingeredet Rhion, schoss es ihr durch den Kopf und sie zog leise die Tür zu der Kammer hinter sich zu.

Der Flur war dunkel, zu dunkel um in den Nischen und Erkern etwas erkennen zu können, so bemerkte sie auch nicht die zwei wachen Augen die sie aus der Nische vor dem Treppenabsatz eingehend musterten.
Kurz bevor sie die Treppe erreichte, überlief Rhion ein kalter Schauer. Gehetzt wirbelte sie auf der Stelle herum und starrte in den endlosen Gang, ihr Atem ging flach und die feinen Härchen in ihrem Nacken richteten sich langsam auf.
Hier stimmt etwas nicht…. Ich sollte Sem wecken.
Noch immer an der selben Stelle verharrend, unfähig sich zu bewegen, musterte sie den langen Gang, bis sich blitzartig eine Hand über ihre Schulter schob und sich fest auf ihren Mund presste. Ihr Nacken wurde nach hinten gebogen und sie konnte nur noch das Gebälk der Decke sehen. Ein ruhiger Atem drang an ihr Ohr, warm glitt er über ihren Hals. Die große Hand presste sich so fest auf ihre Lippen das es ihr unmöglich war den Kopf zu bewegen. Ihre Arme hingen wie nutzlose Pendel an ihr herab, ihre Knie zitterten und ihr Magen krampfte sich ängstlich zusammen.
Unfähig sich zu bewegen, lauschte sie dem Rhythmus ihres immer schneller klopfenden Herzens.
Oh bei Elune… lass das nicht geschehen….!

„Endlich habe ich dich gefunden….“ Tylas Stimme schnitt so kalt durch die Luft das Rhion Mühe hatte die Tränen zurück zu halten. Ein ersticktes Wimmern drang zwischen ihren zusammengepressten Lippen hervor.
„Rhion höre mir zu… Ein alter Freund von mir verweilt in Eurem Zimmer, dem Zimmer das du dir heute Nacht mit einem Menschen geteilt hat…. Ich werde über diese Schmach hinweg sehen, ausnahmsweise, denn es gibt so viel Schuld die du abzugelten hast… das das fast keine Rolle mehr spielt. Doch höre mir zu, solltest du dich wehren, solltest du schreien oder gar versuchen mich anzugreifen… Wird dein Menschenfreund einen wirklich quälvollen Tod finden, hörst du? Und das willst du doch ganz sicher nicht, oder meine Schöne?“
Tylas Worte bohrten sich in ihre Gedanken, hallten immer wieder in ihren Ohren nach. Was sollte sie tun, sie durfte es nicht zulassen das Sem etwas geschah, es war alles ihre Schuld… sie hätte vorsichtiger sein müssen!

Tränen brannten heiß in ihren Augenwinkeln, und mit dem Nicken, mit dem sie Tylas zu verstehen gab das sie nichts von alledem unternehmen würde, bahnten sich die ersten Tränen heiße Bahnen über ihre Wangen.
Langsam glitt seine große Hand von ihren Lippen, und mit einem groben Griff um ihren Arm riss er sie zu sich herum.
Sein Blick war so kalt und das Lächeln das seine Lippen zierte war so gemein das Rhion augenblicklich die Luft zum atmen versiegte. Keuchend starrte sie in seine stahlgrauen Augen, Augen die sie einmal anziehend fand schreckten sie nunmehr nur ab.
Sie zitterte vor Angst und sein Arm der sich immer noch hart um ihren Arm schloss, packte nun noch einmal fester zu.

„Rhion versprich mir das das Du mir folgst, ohne Widerwehr und deinem schändlichem Menschenfreund wird nichts geschehen!“ hart zog er sie an sich, hypnotisierte ihren Blick, verfolgte mit einem Anflug von Genugtuung wie sich die Tränen einen Weg über ihre Wangen bahnten.
„Versprich es mir!“ Rhion nickte stumm. Die Kälte des Stahls das seine Brust als Panzerung umspannte, kroch unter ihren Harnisch und lies sie frösteln.

„Ich… ich verspreche es Dir… tu ihm nichts Tylas, ich flehe dich an… tu ihm nichts zuleide… !“ Ihre Stimme zitterte, versagte und sie konnte den Satz nur stotternd, flehend zu Ende bringen.

„Ich werde dir folgen, Tylas… aber bitte verschone ihn!“
Ein höhnisches Grinsen umspielte seine Lippen. Einen Moment erschien es Rhion als bliebe die Zeit stehen, bis es sich noch näher an sie schob um seine Lippen hart auf die Ihren zu drücken. Nach unendlich langer Zeit, so schien es ihr, lies er von ihr ab.

„So sei es denn… lass uns gehen!“ mit einem Ruck zog er sie hinter sich her die Treppen hinunter.
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