Thema: Das Tal der Prüfungen
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Alt 27.03.2009, 14:28   #1
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Das Tal der Prüfungen

Das Tal der Prüfungen

Schwere Zeiten standen bevor. Das dumpfe Grollen der Kriegstrommeln der Allianz dröhnte schon aus weiter Ferne des Eschentals über das Brachland. Ein Angriff stand unmittelbar bevor. Krieg nahte unaufhörlich.

Einst war das Brachland, in dessen blühenden Oasen sich Gazellen, Zhevras und allerlei exotische Echsen und Kröten sammelten, ein friedliches Land das von Orcs und Trollen bewohnt wurde. Auch die benachbarten Tauren waren rund um das Brachland gern gesehene Gäste. Man lebte hier von der Jagt, dem Fischfang und dem Handel mit den in einer Küstenstadt namens Ratschet lebenden Goblins. Auch war das Land reich an Bodenschätzen, weswegen es immer häufiger von zwiespältigen Gruppierungen, wie der gierigen Venture Co heimgesucht wurde. Auch die Kultisten der Sengenden Klinge, eine dunkle Organisation von magie- und machtbesessenen Orcs, breitete sich immer weiter im Land aus und verbreitete Angst und Schrecken. Dieses hatte zur Folge, dass Männer und Frauen gleichen Teils zur Verteidigung des Landes abberufen wurden. Viele Familien wurden jedoch erst in der letzten Zeit durch das annähernde Kriegstreiben zerrüttet. Die Familienoberhäupter schlossen sich deshalb zu mächtigen und streitkräftigen Clans zusammen und rüsteten sich, um der Allianz auf ihrem Weg in das Brachland Einhalt zu gebieten.

So auch der Vater des noch kleinen Orcs, namens Borsk. Borsk war ein einfacher Bauernsohn, aber sehr mutig und groß gewachsen und zog, wann immer es die schwere Arbeit auf dem Hof erlaubte, mit seinem Vater zur Jagt. Er war für sein Alter bereits ein starker und kräftiger Orc, da er stets bei der Bewirtschaftung der Farm mitgeholfen hatte. Er wusste viel über Ackerbau, aber auch den Fischfang hatte Borsk mittlerweile perfektioniert. Dies alles hatte ihm sein Vater beigebracht. Auch den Umgang mit Waffen wurde ihm von seinem Vater zur Verteidigung des Hofes gelehrt. Nachdem sein Vaters in den Krieg gezogen war, wuchs Borsk alleine mit seiner Mutter Sharélk auf der kleinen Farm zur Grenze Mulgores auf.

Jahre des entfernt geglaubten Krieges verstrichen und Borsk wuchs zu einem muskelbepackten jungen Mann heran, als eines Nachmittags, es war ein leicht bewölkter aber noch sehr heißer Nachmittag, ein vom Krieg gezeichneter Orc den Hof der Familie besuchte und Borsk und seine Mutter zu sich bat. Borsk war nicht misstrauisch geworden, es kam in Zeiten des Krieges immer wieder vor, dass Kämpfer der Horde in den Bauernhöfen der Umgebung um Rast, Verbänden oder Verpflegung baten. Der Krieger stellte sich als Gar´Thok vor und sagte, dass er in dem Clan und unter dem Banner des Vaters gedient hatte. Daraufhin bat Sharélk den stämmigen Orc herein, stellte etwas Wasser und Brot auf den Tisch, damit sich Gar´Thok stärken konnte und wartete gespannt auf Neuigkeiten vom vermissten Ehemann. Der Krieger war kein Mann der großen Worte. Er sah matt, abgekämpft und müde aus, versuchte aber trotzdem durch seine mittlerweile verblassten Augen liebevoll Borsk und seine Mutter anzuschauen. Gar´Thok rang um Worte, doch sie kamen ihm nicht über seine rauen Lippen. In diesem Moment des Schweigens legte er mit Tränen im Blick den zerbrochenen und blutverschmierten Streitkolben des Vaters auf den Tisch. „Es tut mir leid, wir sind in ein Hinterhalt geraten. Wir hatten keine Chance, sie waren einfach übermächtig“ stammelte Gar´Thok nun. Der Trauer übermächtig geworden, entglitt Sharélk ein schriller Schrei. Der Schmerz über den Verlust des Ehemannes ging Sharélk durch Mark und Bein und Tränen flossen ihr sanftes Gesicht hinab. Borsk saß wie versteinert am hölzernen Küchentisch, doch weinen konnte er nicht. Ein Anflug blinder Wut überkam ihn. Er verspürte nur noch Hass. Sein Vater war ermordet worden! Sein Vater, der so stark und hingebungsvoll der Horde gedient hat, der Kampftaktiken beherrschte wie kein Zweiter. Unfassbarkeit stand Borsk im Gesicht geschrieben. Gar´Thok stand auf und wandte sich zum gehen. Als er in der Tür stand, sagte er noch: „Er starb ehrenvoll auf dem Schlachtfeld, Borsk. Wenn du deinen Vater stolz machen willst, dann diene auch du der Horde. Geh nach Durator ins Tal der Prüfungen zu einem Mann namens Kaltunk. Er wird dich Vieles lehren und dir sagen, was deine Bestimmung ist.“ Dann verschwand Gar´Thok.

Nach einer alptraumgeplagten Nacht ohne viel Schlaf, packte Borsk sein rostiges Schwert, einen Dolch, etwas Verpflegung und ein wenig Gespartes zusammen und zog noch vor Sonnenaufgang Richtung Durator. Zum Abschied hinterließ er seiner Mutter einen Brief mit dem Versprechen, seinen Vater zu rächen und bald wieder zurück zum Hof zu kommen. Borsk marschierte zwei Tage und Nächte quer durch das weite Brachland bis er endlich am Horizont das entfernte Durator erblickte. Um aber lebend und vor Allem an einem Stück Durator erreichen zu können, musste er sich auf seiner Reise von wilden Raptoren, Hyänen, Löwen und störrischen Ebenenschreitern in Acht nehmen. Manchmal entging er durch Unaufmerksamkeit und seiner Müdigkeit der strapazierenden Reise nur knapp dem sicheren Tod. Er lief völlig in Gedanken über den Tod seines Vaters versunken, direkt in ein Rudel wilder Löwen. Glücklicherweise hatten die Löwen gerade gefressen und waren an einer weiteren Mahlzeit nicht interessiert. Seitdem ging Borsk jedoch auf seiner Reise weitaus vorsichtiger vor und vermied es, sich durch die wilde Prärie und dickes Geäst zu schlagen. Er versuchte von nun an, nur noch auf befestigten Straßen zu wandern. Dieses bedeutete zwar eine längere, aber auch weitaus sicherere Reise. Am Rande des Brachlandes zu Durator kam Borsk an einem Außenposten der Horde vorbei, wo er endlich sicher rasten konnte. Nachdem er sich ausreichend gestärkt hatte und wieder zu vollen Kräften kam, erkundigte er sich bei einer der Wachen nach dem Weg in das Tal der Prüfungen. „Nich mehr weit, da lang!“ Die Wache zeigte nach Norden und so machte sich Borsk auf den Weg.

Im Tal der Prüfungen endlich angekommen, kam Borsk nicht mehr aus dem Staunen raus. Das Tal war ein Rekrutierungslager der Horde, wo häufig verwirrt und verängstigt dreinblickende Jünglinge umher huschten. Andere hingegen strotzen nur vor Selbstsicherheit und Stolz und duellierten sich pausenlos. Überall brannten Feuer, es roch nach gebratenem Fleisch und es herrschte allgemein reges Leben. Dieses kannte Borsk von seinem vereinsamten Hof nicht. Viele der neuen Rekruten stammten aus einfachen Familien und hatten, wie er selbst auch, nur Lumpen am Laib und waren durch ihre teilweise sehr weite Anreise abgeschlafft und müde. Aber alle hier waren fest entschlossen der Horde zu dienen. Im Tal der Prüfungen sah Borsk auch das erste Mal in seinem Leben einen Troll. Er wusste zwar, dass auch die Trolle Durator bewohnten, gesehen hatte er zuvor jedoch keinen. Hier wimmelte es förmlich nur so von Trollen; groß gewachsen und mit einer eher komischen Ausdrucksweise.

Ein Troll fiel Borsk seid seiner Ankunft in dem Lager besonders auf. Dieser Troll war in eine blaue Stoffrobe gehüllt und hatte eine Art magische Aura an sich, die Borsk zuvor so noch nie gespürt hatte. Dieses faszinierte ihn so sehr, dass er allen Mut zusammen nahm, auf den Troll zuging und sich vorstellte. „Hallo, ähm, ich bin Borsk und ähm, ich bin ein Orc, wie du sicherlich weißt.... Bin neu hier, grad angekommen, weißt du? Hört sich jetzt komisch an, also, aber ich hab noch nie einen Troll gesehn. Du bist doch nen Troll, oder? Ich hab sowieso noch nie so viele Leute auf einem Fleck gesehn. Is das überall so? Oh, ich benehme mich wohl grad richtig daneben und verhalte mich wie nen kleiner Schuljunge, oder?“ Der Troll lachte, stellte sich aber dennoch vor: „Ich bin Vor`Jinn vom Stamm der Dunkelspeertrolle, maan und ich bin Magier, klar soweit?“ „Magier?“ „Jo, s gibt viele Unterschiede innerhalb unserer Rassen, maan. Ich kann dir auch nich alles erklärn, maan. Bin auch erst seit gestern hier. Haben mich hergeschickt, meine Eltern, weil ich…. ja maan, anders bin. Sagen ich soll zur Horde, mich ausbilden lassen. Jetzt bin ich hier, maan. Komm, ich zeig dir wer dir hier hilft und führ dich nen bisschen rum, klar soweit? Komm einfach mit, maan.“ Vor´Jinn führte Borsk durch das Lager, zeigte ihm wo er schlafen, essen und sich waschen konnte und brachte ihn schließlich zu einem abscheulich und zugleich furchteinflössend aussehendem Orc, der sich als Kaltunk vorstellte.

Kaltunk war ein vollkommen vernarbter, vom Krieg gezeichneter, zäher Bursche, der Borsk mit argwöhnischem Blick von oben bis unten musterte. „Nen kräftiges Kerlchen biste ja, muss man mal sagen. Jetzt wollen wir mal sehen, aus welchem Holz du Bauernlümmel geschnitzt bist“, bellte er. „Siehst du den Hasen dahinten? Verwandele ihn in ein Schaf!“ Borsk dachte zuerst an einen blöden Scherz, nachdem sich die Miene von Kaltunk aber nicht verändert hatte, sagte er: „Ähm, das kann ich nicht. Ich weiß nicht….“ „Nicht?“ unterbrach ihn Kaltunk. „Gut, dann beschwöre mir ein paar schöne Blitze und töte den Hasen. Gibt nen leckeren Braten!“ Borsk schaute mit verwunderten Augen Kaltunk an und fragte sich mittlerweile, ob es eine richtige Entscheidung gewesen war, den heimischen Hof zu verlassen und der Horde zu dienen. „Sir, ich weiß nicht, wie ich das machen soll. „Wie siehts mit Unsichtbarkeit aus? Dämonen beschwören und versklaven? Tiere gefügig machen? Nein? Alles nicht? Dachte ich mir doch von Anfang an. Komm mit Bursche!“ Borsk war mittlerweile den Tränen nah und fühlte sich zu nichts Nutze. Er wollte sich am liebsten sofort aus dem Staub machen, einfach verschwinden und sein einfaches, aber glückliches Bauernleben weiterführen, bis ihn Kaltunk in ein Zelt voller Waffen führte. Es waren nicht nur ein paar Waffen, es handelte sich hierbei um ein ganzes Arsenal von Waffen. Hier lagen unzählige Ein- und Zweihand Streitkolben, mächtige Bögen mit Sehnen aus Kodohaar, Faustwaffen, Armbrüste, Dolche, funkelnde Einhand Äxte, Schwerter, Stäbe, magisch leuchtende Zauberstäbe, Schilde jeglicher Art und Stangenwaffen, doch Borsks Augen fixierten sich sofort auf eine brutal aussehende, zweihändige Streitaxt. „Ich habs doch gewusst“ lachte Kaltunk. „Nimm sie und meld dich bei Chefkoch Kohsan. „Ich soll Koch werden?“ jammerte Borsk. „Nein, du Idiot. Du sollst Jagen. Wir brauchen Fleisch.“ „Dann bin ich ein Jäger?“ „Wieder falsch, du Dummkopf! Du wirst ein Krieger werden. Das hab ich in deinen Augen gesehen. Für Höheres bist du leider nicht geschaffen. Und jetzt beeil dich, wir haben Hunger!“ Ein Krieger, ein waschechter Krieger der Horde, dachte sich Borsk. Sein Vater wäre so stolz auf ihn gewesen.

Die Zeit im Lager verging wie im Fluge und er freundete sich mit einigen seiner Weggefährten richtig an. Vor´Jinn mochte er allerdings am liebsten. Sie lagen Stunden nach Sonnenuntergang noch wach und erzählten sich Geschichten über ihre Heimat und ihre bisherigen Erlebnisse. Vor´Jinn wuchs auf einer der Echoinseln bei Sen´Jin auf und merkte früh, dass er ein Geschick für den Umgang mit den Elementen hatte. Er konnte ein Lagerfeuer ohne Feuerstein und Stroh entzünden. Er musste sich nur ein wenig konzentrieren und das Holz fing Feuer. Aber auch das Löschen des Brandes hatte eine magische Wirkung. Vor´Jinn konnte das berennende Feuer mit einem Fingerschnipp in einen aus Eiskristallen bestehenden Klumpen verwandeln. Er beherrschte Feuer und Eis ebenso gut wie die Gezeiten Ebbe und Flut. Aber auch Borsk lernte schnell. Er wurde in Waffenkunde, Verteidigung und Angriff geschult. Er war hart im Nehmen, aber noch härter im Austeilen. Des weiteren konnte Borsk seine Gegner so derart provozieren, dass sie sich um Vor´Jinn gar nicht mehr kümmerten, sonder sich nur auf ihn fixierten. Borsk und Vor´Jinn waren ein perfektes Team, wenn sie sich wieder einmal um die Nahrung des Lagers, die Kontrolle der faulen Peons oder die Vernichtung gefährlicher Tiere wie Skorpionen oder Terrorebern kümmern mussten. Borsk stand an vorderster Front und teilte aus, während Vor`Jin die Gegner aus der Ferne mit Eisblitzen, Feuerkugeln und Frostnovas bekämpfte. Eines Tages kam Kaltunk auf die beiden zu und erteilte ihnen ihren ersten richtigen und zugleich sehr wichtigen Auftrag. Sie sollten nach Burg Tiragarde, eine von Menschen der Kal Tiras bewohnte Burgruine, gehen und dort den Kommandanten zur Strecke bringen und wichtige Informationen über eventuell bevorstehende Angriffe sammeln.

So machten sich also die zwei Freunde Borsk und Vor´Jinn auf zur Burg Tiragarde. Dort angekommen, stellten sie fest, dass die Burgmauern nicht bewacht wurden und auch der Burghof wie leer gefegt war. Sorgfältig überprüften sie Haus um Haus, Stall um Stall, doch die Ruine schien nicht mehr bewohnt zu sein. Hier und da glimmten noch ausgebrannte Lagerfeuer, aber die heruntergekommene Zitadelle schien verlassen. Auch das prachtvolle Burgtor stand weit offen und es waren keine Lebenszeichen der einstigen Bewohner mehr zu sehen. Vorsichtig betraten sie nun das Innere der Burg. Vereinzelnde Fackeln brannten noch schwach und kümmerlich. Aber auch hier waren keine Spuren der Menschen mehr vorhanden. Nun betraten Borsk und Vor´Jinn im oberen Stockwerk der Burg einen großen Raum, der nur spärlich mit flackerndem Kerzenlicht beleuchtet war. Borsk verspürte ein Unwohlsein, als sie in der Mitte des Raumes standen, doch da war es schon zu spät. Sie hörten ein Geräusch und die Tür hinter ihnen fiel mit lautem Krachen ins Schloss. Sie waren mitten in eine Falle getappt. Fackeln wurden entzündet, so dass der Raum im Ganzen ausgeleuchtet wurde. Hier standen zehn schelmisch, grinsende Elitewachen und umringten sie. Der gesuchte Kommandant, der etwas Abseits stand sprach jetzt mit eiskalter, hoher Stimme zu den beiden. „Wie schön, wir haben Besuch!“ Die Wachen brachen in schallerndes Gelächter aus „Was glaubt denn eigentlich die Horde; die Ach so tolle Horde, wer sie ist, dass sie einfach „Mir nichts, dir nichts“ zwei Anfänger schicken kann, um mich zu töten? Die Streitkräfte der Kal Tiras sind über jeden Schritt der Horde bestens informiert. Wir haben unsere Mittel und Wege, an das zu kommen, was wir brauchen. Auch an Informationen über die Horde und ihre durchsichtigen Pläne. Mhhm, mal sehen…. was stellen wir denn nun mit euch Beiden an?“ Geistesabwesend fasste er sich grübelnd an seine Schläfen und murmelte etwas Unverständliches „ERGREIFT SIE UND METZELT SIE NIEDER! UND ZWAR SCHÖN LANGSAM!“ schrie der Kommandant plötzlich mit funkelndem Blick „Danach schickt jeweils einen Finger per Kurier an ihr kümmerliches Lager. Die Horde soll wissen, dass wir uns nicht von unseren Plänen abbringen und schon gar nicht von zwei Anfängern vertreiben lassen werden“

Voller Panik und dem sicheren Tode entgegenblickend nahmen Borsk und Vor`Jinn ihre Kampfhaltung ein. Kampflos wollten sie sich nicht ergeben. Wenn sie schon sterben sollten, dann wollten sie wenigstens so viele Soldaten es geht mit in den Tot nehmen.
Doch plötzlich durchdrang den Raum ein grauenerfülltes Knurren, gefolgt von einem furchteinflössenden Fauchen. Ein grüner Lichtblitz zuckte in der Luft und ein darauf folgender Lichtstrahl durchflutete den Raum. Insekten umkreisten und Dornen sprießen aus dem gelähmt wirkenden Körper des schreienden Kommandanten. Die schon fast leblose Hülle des vor Schmerzen verkrampfenden Mannes ging zu Boden und starb einen qualvollen Tod. Die Wachen liefen voller Panik und nichts ahnend der folgenden Angriffe planlos umher. Schreie erfüllten den Raum. „Was geht hier vor?“ fragte sich Borsk vollkommen verwundert. Einmal tauchte aus dem Nichts eine Löwengestalt auf, zerfleischte mit ihren scharfen Klauen eine Wache und verschwand wieder, ein anderes Mal stand in der nächsten Ecke ein brüllender Bär, der mit einem Prankenhieb und seinem stählerndem Gebiss zwei Wachen auf einmal erlegte. Dann verschwand der Bär wieder und es zuckten weitere Blitze aus der Dunkelheit und streckte weitere Wachen nieder. Diese allgemeine Verwirrung nutzten Borsk und Vor´Jinn um ins Kampfgeschehen einzugreifen. Äxte wurden geschwungen, Feuerbälle verschossen und Knochen brachen, doch als nun die letzte Wache in der eigenen Blutlache jämmerlich sein Leben aushauchte, kam erneut der Bär mit fletschenden Zähnen und zitterndem Körper aus der Dunkelheit auf Borsk und Vor`Jinn zu. Misstrauisch beäugten Sie diese Gestalt. Sie wussten nicht, ob dieser Bär nun Freund oder Feind war, weswegen sie erneut ihre Kampfhaltung einnahmen. „Ihr braucht keine Angst zu haben“, sagte der Bär mit sanfter Stimme und verwandelte sich in einen freundlich aussehenden Tauren. „Ich bin Sastre. Ich komme frisch aus Donnerfels. Ich bin ein Taure.“ Immer noch schauten Borsk und Vor´Jinn Sastre voller Misstrauen an. Noch nie hatten sie solche Fähigkeiten bei einem Geschöpf gesehen, geschweige denn je einen Tauren gesehen. Diese hünenhafte, mit Fell überzogene Gestalt mit dick bepackten Oberarmen sah einfach furchteinflössend aus. „Ich bin ein Druide. Wir können uns in viele Tiere verwandeln. Wir können aber nicht nur gut kämpfen. Wir sind auch ausgezeichnete Heiler. Ich kämpfe nicht gern, nur wenn es sein muss“, sagte Sastre. „Nun kommt schon, ich bin harmlos und tu normalerweise keiner Fliege was zu leide“ Immer noch von Borsk und Vor´Jin finster dreinblickend fixiert, sprach Sastre einen Zauber und Borsks Verletzungen aus dem Kampf verschwanden im Nu und er fühlte sich wie neu gebohren. „Seht ihr? Heiler!“ lachte Sastre. Nun fingen auch Borsk und Vor´Jinn an zu lachen.

Borsk war fasziniert, fragte Sastre Löcher in den Bauch, wollte unbedingt mehr über Druiden und Donnerfels erfahren. „Jetzt ist nicht die Zeit dazu, maan“ sagte Vor´Jinn mürrisch „wir müssen hier raus, zurück ins Lager und Bericht erstatten, klar soweit? Bevor noch mehr Wachen aus ihren Löchern kriechen, maan. Wir müssen einen Maulwurf haben, oder woher meint ihr, wusste der Kommandant so viel über uns und unser Erscheinen hier? Das war ne Falle, maan. Ne gottverdammte Falle! Wir ham nen Verräter in unseren Reihen. Kaltunk muss davon so schnell es geht erfahn!“ Noch bevor die drei die Burg verließen und in Richtung Lager zogen, durchsuchten sie den Körper des gefallenden Kommandanten und fanden dort eine zusammengerollte Schriftrolle, die detaillierte Angriffspläne auf Orgrimmar, deren Wachposten und Schwachstellen enthielt. Am Lager angekommen, berichteten die drei Kaltunk ihre Erlebnisse und was sie in Erfahrung gebracht hatten. Kaltunk studierte genauestens die mitgebrachte Schriftrolle und sagte: „Ihr müsst euch sofort auf den Weg nach Orgrimmar machen. Alles andere ist jetzt unwichtig. Sprecht nach eurer Ankunft mit Thrall, unserem Anführer der Horde, persönlich. Er muss über den Verlauf der Dinge schnellstens unterrichtet werden. Dieses duldet jetzt keinen Aufschub. Ich entsende einen Boten, der Eure Ankunft anmeldet. Geht danach in das Gasthaus von Orgrimmar. Dort wird man euch Unterkunft gewähren. Fragt eine Wache nach dem Weg, wenn ihr nicht weiter wisst. Geht nicht vom Weg ab. Es gibt viele Gefahren da draußen. Ich wünsche euch viel Erfolg. Gute Reise!“ Kaltunk drehte sich um, schickte wie versprochen einen berittenen Boten und ging zurück in das Kommandozelt.

Aufgeregt packten die Drei neuen Gefährten ihr Hab und Gut zusammen, verabschiedeten sich von den neugewonnenen Freunden im Lager und begaben sich auf eine lange, weite Reise nach Orgrimmar, der Hauptstadt der Horde!

Fortsetzung folgt… ???

ps: Rechtschreib- und Grammatikfehler dürfen beahlten werden, freue mich aber über Anregungen und Kritik.

Geändert von Deathcry (27.03.2009 um 17:45 Uhr)
Deathcry ist offline  
Alt 27.03.2009, 15:58   #2
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sehr geile story, hat mich gefesselt, spitze gemacht +

eins plus mit sternchen
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Alt 27.03.2009, 19:23   #3
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vielen dank für die blumen.... hab auch ca 3 tage daran geschrieben...
Deathcry ist offline  
Alt 27.03.2009, 19:24   #4
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hab grad nur den anfang gelesen. ja ich gebs zu..hatte keine lust das alles zu lesen^^
aber der anfang war wirklich gut.
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Alt 27.03.2009, 19:35   #5
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es ist ein echt langer text, aber er greift ineinander und ist echt gut *nochmal lob*

vielleicht kannst du den text etwas einfacher zum lesen gestalten, indem du mehr absätze machst, so den text zwar in die länge ziehst aber dann fällt es leichter, nicht zu verrutschen etc

so lange texte schrecken manchmal ab *grins* ^^
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Alt 27.03.2009, 19:36   #6
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Zitat:
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so lange texte schrecken manchmal ab *grins* ^^

ja das stimmt^^ aber irgendwann liest man es fertig
TomCroCop ist offline  
Alt 27.03.2009, 20:24   #7
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Gute Geschichte. Die Rechtschreibfehler sind nicht so fatal, ich gebe dir auch einen Einser^^

Lg
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Alt 27.03.2009, 20:50   #8
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AW: Das Tal der Prüfungen

Zitat:
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es ist ein echt langer text, aber er greift ineinander und ist echt gut *nochmal lob*

vielleicht kannst du den text etwas einfacher zum lesen gestalten, indem du mehr absätze machst, so den text zwar in die länge ziehst aber dann fällt es leichter, nicht zu verrutschen etc

so lange texte schrecken manchmal ab *grins* ^^
ja, is schon recht lang geworden. aber noch mehr absätze machen leider keinen sinn. sonst reiß ich ja die einzelnen storys auseinander..... mal schauen, vielleicht wird die fortsetzung etwas kürzer

... wenn es denn eine geben soll
Deathcry ist offline  
Alt 31.03.2009, 16:28   #9
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Vor den Toren

Der Tag ihrer Abreise war ein brütend heißer Sommertag und die Mittagssonne schien brutal und unaufhörlich auf die Köpfe der drei wandernden Freunde. Das staubige Durator und die unerträgliche Hitze machten die Reise nach Orgrimmar zu einer wahren Tortour, weswegen die Drei immer wieder Pausen einlegen mussten. Zum Glück konnte Vor`Jinn, wann immer er es wollte, herbeigezaubertes Wasser und ein wenig Brot bereitstellen. Dieses brachte dann zwar die herbeigesehnte, erwünschte Erfrischung, doch ein Bad im nahegelegenen See hätte ein wohl noch erfrischenderes Erlebnis dargestellt.

„Habt ihr gehört, was Kaltunk gesagt hat? Wir sollen mit Thrall persönlich sprechen. Wir, mit Thrall!“ rief Borsk euphorisch. „Das kann nicht jeder von sich behaupten, ich meine Thrall empfängt ja nicht irgendeine dahergelaufene Meute von Tagedieben“, bestätigte Sastre. „Vielleicht bekommen wa ja jetzt nen Posten, also nen richtig hohen Posten in der Horde, maan“ schlug Vor´Jinn vor „Ich mein, wir sind wirklich kampferfahren, klar soweit? Und was wir schon alles erlebt haben. Gut, der Feinschliff fehlt noch, aber ansonsten sind wir zusammen nen echt super Team, maan. Wer sollte uns denn aufhalten? Echte Naturtalente halt... und immerhin haben wir Orgrimmar gerettet, klar soweit?“ „Genau richtig. Wir haben schließlich den Kommandanten getötet“ sagte Borsk, wurde jedoch von Sastre mit einem lauten Räuspern unterbrochen „Jaaaa, is ja schon gut Sastre. DU hast den Kommandanten umgebracht und DU hast uns den Arsch gerettet. Zufrieden?“ „ Ich wollte es nur noch mal anmerken.“ spottete Sastre höhnisch. „Klar maan, was sollten wir nur ohne dich dickes Fellvieh anstellen“ sagte nun Vor´Jinn feixend „Ich bin ein Taure und kein dickes Fellvieh! Du mit deinem langen Stelzen und dem krummen Buckel bist auch nicht viel besser. Und von dem grünen Klumpen, was ein Orc darstellen soll, da brauch ich wohl erst gar nicht anfangen, oder?“ Jetzt lachte alle Drei und die Müdigkeit, der Durst und die schweren Beine schienen für einen Moment vergessen. „Wie wir wohl in Orgrimmar empfangen werden? Immerhin hat Kaltunk einen Boten geschickt. Die wissen doch das wir kommen.“ sagte Borsk nun. „Und warum durften wir eigentlich nicht reiten? Ist doch viel angenehmer“ erwiderte Saste „Jo Maan, immer diese Lauferei von A nach B, maan“ stimmte Vor`Jinn mit ein.

Auf ihrem weiteren Weg sinnierten die Drei über hochrangige Posten in der Horde und die ihnen gebührende Ehre, die man ihnen entgegenbringen würde. Borsk wollte natürlich in die Leibgarde, eine Elitewache werden und Thralls Leben mit seiner hervorragenden Kampferfahrung schützen. Vor´Jinn hingegen zog es eher in den taktischen Bereich. Er wollte Orgrimmar, obwohl noch nie da gewesen, in eine wahre Festung verwandeln, die jeden Anhänger der Allianz schon aus weiter Ferne vernichten würde, und der Verteidigung des Landes mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sastre konnte sich gut einen Platz im hohen Rat der Horde vorstellen, diplomatische Kontakte knüpfen. Auch fühlte er sich als Lehrer der Heilerklassen berufen. Doch es kam alles anders!

Vor den Stadttoren Orgrimmars angekommen, blieben die Drei abrupt stehen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war nicht die überwältigende Kulisse von Orgrimmar selbst, dieser wahren Festung, dieser einzigartigen Zitadelle, die ihnen den Atem stockte, auch nicht ein an ihnen vorbeifliegendes Zeppelin aus massivem Holz; nein, es war eher etwas, was davor geschah.

Hier duellierten sich zum Zeitpunkt ihrer Ankunft ein Taure unglaublichen Ausmaßes mit einem Orc, der einen mächtigen Dämonen beschworen hatte. Der Orc verschoss Schattenblitze, rief Feuerzauber und sprach Gebrechenszauber, während sein riesiger Dämon auf sein Gegenüber willenlos einschlug. Der Taure hingegen hatte ein riesiges Zweihandclaymore angelegt das mit einer von Blitzen umhüllten Verzauberung geprägt war und trug eine mit Edelsteinen besetzte Plattenrüstung, die in der Sonne in funkelndem Gold erstrahlte. Jedes mal, wenn der Taure sein wuchtiges Zweihandschwert schwang und den Orc traf, schien die Erde unter ihren Füßen zu beben. Die beiden Duellanten verstanden etwas von ihrem Fach, soviel stand fest. Jede Bewegung, jeder gesprochene Zauber, jeder Schwung der Waffe und jedes darauffolgende Ausweichmanöver wirkte grazil und fast ehrfürchtig. Die Aktionen der Duellanten schienen bereits bestens im Voraus geplant. So ein Ausmaß von Kraft, Selbstbeherrschung und taktischem Verständnis hatten die Drei noch nie gesehen. Die Luft knisterte vor Spannung, es war ein ausgeglichenes Duell, dass keinen wahren Sieger verdient hätte, doch der Kampf ging denkbar knapp aus. Der orcische Hexenmeister sprach einen Bannfluch, der bewirkte, dass der Taure furchterfüllt und schreiend davon lief. Darauf folgte ein mächtiger Feuerzauber. Der riesenhafte Taure, nun vom Fluch befreit, stand in Flammen gehüllt und außer Schlagdistanz des Orcs, setzte aber noch ein letztes Mal zu einem Sturmangriff an. In Sekundenschnelle hatte der brennende Taure eine Distanz von knapp zwanzig Metern überwunden und traf den Orc mit seinem letzten Schlag kritisch. Der Dämon des Hexenmeisters, der während des Kampfes immer weniger Kontrast angenommen hatte, verschwand nun endgültig und der Orc ging mit einem letzten Stöhnen zu Boden. Der Kampf war beendet.

Der eigenen Stärke jetzt nicht mehr so selbstbewusst und auf dem Boden der Tatsachen angekommen, gingen die Drei, immer noch mit vor Staunen geöffneten Mündern an den Wachen des Stadttores vorbei, um in das Herz von Orgrimmar zu gelangen. Dem Tal der Stärke!

Geändert von Deathcry (25.03.2010 um 03:50 Uhr)
Deathcry ist offline  
Alt 31.03.2009, 16:30   #10
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AW: Das Tal der Prüfungen

wie immer sind anregungen und kommentare erwünscht! hoffe, ich hab mich diesmal etwas kürzer gehalten...
Deathcry ist offline  


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